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Radiointerview "Als meine Mutter meinen Vater erschoss" - Charlize Theron spricht über Kindheitstrauma

Es ist eine unfassbares Familiendrama, das Hollywood-Star Charlize Theron in ihrer Kindheit erleben musste. Ihre Mutter hatte ihren Vater vor ihren Augen erschossen. Theron war damals 15 Jahre alt. Ihr Vater, Charles Jacobus Theron, war Alkoholiker und gewalttätig. 1991 erschoss Therons Mutter ihn aus Notwehr. Er hatte gedroht, seine Familie zu töten.


"Wann immer mich jemand gefragt hat, habe ich erzählt, mein Vater sei bei einem Autounfall ums Leben gekommen", so die Schauspielerin weiter. Sie habe sich nicht wie ein Opfer fühlen wollen. Erst eine Therapie habe ihr geholfen, die Geschehnisse zu verarbeiten. 

Was sie weiterhin beschäftige, seien seine Unberechenbarkeit und sein Alkoholismus. "Ich glaube, was mich am meisten beeinflusst hat, war das alltägliche Leben eines Kindes, das in einem Haus mit einem Alkoholiker lebt und nicht weiß, was als nächstes passiert", so Theron.
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"Ich habe immer erzählt, mein Vater sei bei einem Autounfall ums Leben gekommen." Zum ersten Mal spricht Charlize Theron in einem Radiointerview über den Moment, als ihre Mutter ihren Vater erschoss.

"Charlize Theron erzählt von ihrem unglaublichen Date, das sie kürzlich hatte und welchen Typ Mann sie nun sucht." Mit diesem Satz kündigt US-Radiomoderator Howard Stern ein Interview mit der aus Südafrika stammenden Schauspielerin an. Ein belangloses Geplänkel - könnte man meinen. Doch Theron spricht in diesem Interview zum ersten Mal über die Nacht, als ihre Mutter ihren Vater erschoss.

Theron war damals 15 Jahre alt und lebte mit ihren Eltern im südafrikanischen Johannesburg. Der Vater Charles Jacobus Theron war alkoholkrank und gewalttätig. Als er in einer Nacht 1991 drohte, seine Familie umzubringen, geschah es. Therons Mutter erschoss ihren Mann. Aus Notwehr, wie die Polizei hinterher feststellten. Für die kleine Charlize ein traumatisches Erlebnis.

Charlize Theron verdrängte das Geschehene

"Ich habe einfach so getan, als wäre das nicht passiert", zitiert die britische Tageszeitung "Daily Mail" aus dem Radiogespräch, das bereits am vergangenen Mittwoch ausgestrahlt wurde. "Wann immer mich jemand gefragt hat, habe ich erzählt, mein Vater sei bei einem Autounfall ums Leben gekommen", erläuterte sie. Sie habe sich nicht als Opfer fühlen wollen und deshalb lange Zeit die Wahrheit verdrängt. Erst eine Therapie habe ihr geholfen, das Erlebte zu verarbeiten.

Besonders schrecklich sei für sie als Kind die Unberechenbarkeit des Vaters gewesen, der unter Alkoholeinfluss zu Gewaltexzessen neigte. "Ich glaube, was mich am meisten beeinflusst hat, war das alltägliche Leben eines Kindes, das in einem Haus mit einem Alkoholiker lebt und nicht weiß, was als nächstes passiert", sagte Theron.

Dankbar sei sie vor allem ihrer Mutter, die ihr damals geholfen habe, ein neues Leben zu starten. "Akzeptiere das Schreckliche", habe diese gesagt und sie ermutigt, nach vorne zu schauen. "Willst du untergehen oder lieber weiterschwimmen?", habe diese gefragt. Theron entschied sich, zu kämpfen.

mai

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