HOME

Ehfrau von Dominique Strauss-Kahn: Anne Sinclair wollte nie First Lady sein

Dass ihr Mann Dominique Strauss-Kahn bei den nächsten Präsidentschaftswahlen in Frankreich nicht kandidieren wird, ist Anne Sinclair nicht ganz so unrecht. In die Politik habe sie eh nie gewollt - viel liebe beobachte sie aus der Distanz.

Die Frau des früheren IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn, Anne Sinclair, 63, wollte nach eigenen Angaben nie Frankreichs neue First Lady werden. "Ich weiß schon, mit den anstehenden Wahlen (...) dachten manche, dass ich es gern gesehen hätte, wenn mein Mann kandidiert hätte", sagte die frühere Star-Journalistin in einem Interview der "Welt am Sonntag". Alle ihre Freunde wüssten aber, dass dem nicht so sei.

"Es war nie mein Wunsch, in die Politik zu gehen. Nein. Ich beobachte lieber aus der Distanz, als dass ich selbst mitmische", erklärte Sinclair.

Keine Kommentare zu Präsidentschaftskandidaten

Sinclairs Ehemann Strauss-Kahn war bis zum Mai vergangenen Jahres der eindeutige Favorit für die Präsidentschaftskandidatur der Sozialistischen Partei gewesen. Nach seinem Rückzug wegen Vergewaltigungsvorwürfen eines New Yorker Zimmermädchens tritt nun François Hollande in sechs Wochen gegen den amtierenden Präsidenten Nicolas Sarkozy an und hat allen Umfragen zufolge sehr gute Chancen, in den Élyséepalast einzuziehen. Er hat unter anderem eine 75-Prozent-Steuer für Millionäre angekündigt.

Sinclair sagte dazu in dem Interview: "Ich werde mich hüten, die Wahlkampfmethoden eines französischen Präsidentschaftskandidaten zu kommentieren, noch dazu in der ausländischen Presse." Sinclair gilt selbst als äußerst vermögend. Ihr Großvater war der mit Pablo Picasso befreundete Kunsthändler Paul Rosenberg und sie selbst war jahrelang eine der bekanntesten Journalistinnen Frankreichs. Für ihren Mann Dominique Strauss-Kahn gab sie ihre Karriere als TV-Moderatorin auf. Seit kurzem arbeitet sie in leitender Funktion für die französische Version des Nachrichtenportals Huffington Post.

kgi/DPA / DPA