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Newcomer im Endspiel Teenie-Finale bei den US Open: Das sind Emma Raducanu und Leylah Fernandez

Kann ihr Glück kaum fassen: Als erste Qualifikantin in der Geschichte der US Open schaffte Emma Raducanu den Einzug ins Finale
Kann ihr Glück kaum fassen: Als erste Qualifikantin in der Geschichte der US Open schaffte Emma Raducanu den Einzug ins Finale
© JOHN ANGELILLO/ / Picture Alliance
Mit Emma Raducanu und Leylah Fernandez stehen am Wochenende bei den US Open in New York zwei Teenager im Finale. Wer sind die beiden aufstrebenden Tennis-Talente? Wir stellen sie vor.

In New York herrscht das Teenie-Fieber. Am 20. Jahrestag von 9/11 stehen sich im Finale der US Open am Samstag zwei Finalistinnen gegenüber, die am 11. September 2001 noch nicht einmal das Licht der Welt erblickt hatten. Leylah Fernandez fordert Emma Raducanu heraus – wer sind die beiden Youngster?

Emma Raducanu steht im Finale der US Open

Emma Raducanu hat für einen Rekord in New York gesorgt: Noch nie hat eine Qualifikantin das Finale in New York erreicht – bis Emma Raducanu kam. Die 18-jährige Britin betrat die Tennisbühne überhaupt erst im Juni dieses Jahres bei ihrem ersten Auftritt bei der WTA-Tour in Nottingham und erlebt seitdem einen kometenhaften Aufstieg. Aber auch außerhalb des Tenniscourts weiß die 18-Jährige zu überzeugen. Anfang des Jahres schloss sie ihr A-Level in London ab, der höchste Schulabschluss in Großbritannien, vergleichbar mit dem Abitur – und erzielte dabei in Mathe und Wirtschaft Bestnoten. "Ich glaube meine Eltern denken, dass ich verrückt bin", erklärte Raducanu in einem Gespräch mit der WTA. Sie würde nichts anderes als Bestnoten akzeptieren, aber sie denke auch, dass ihr Umfeld dies von ihr ebenso erwarte. Deshalb habe sie so hart gearbeitet, um diese Noten zu bekommen. "Ich weiß noch nicht, was ich mit dem Abschluss mache, aber ich habe meinen Teil erfüllt und mein Bestes gegeben", so Raducanu. Der Erfolg ihrer Schülerin ist auch der Newstead Wood School im Südosten Londons nicht verborgen geblieben. Beim Halbfinale twitterte die Schule pausenlos die Zwischenstände und Highlight-Videos. "Wir sind so stolz auf Emma Raducanus Erfolg bei den US Open", schrieb die Mädchenschule am Freitagmorgen auf ihrer Homepage, die auch die Olympia-Medaillengewinnerin Dina Asher-Smith und Schauspielerin Gemma Chan ("Crazy Rich") besuchten.

Emma Raducanus Mutter Renee (links) bei einem Spiel ihrer Tochter bei Wimbledon.
Emma Raducanus Mutter Renee (links) bei einem Spiel ihrer Tochter bei Wimbledon.
© Andy Hooper/ / Picture Alliance

Mit ihrer Finalgegnerin Leylah Fernandez hat Raducanu nicht nur das Geburtsjahr 2002 gemeinsam, sondern auch einen multikulturellen Hintergrund: Geboren in Toronto wanderte Raducanu im Alter von zwei Jahren mit ihrer Familie nach London aus. Ihr Vater Ian stammt aus Rumänien, ihre Mutter Renee wurde in China geboren. In ihrer Twitter- und Instagram-Biographie steht: "London | Toronto | Bukarest | Shenyang" – ein Verweis auf ihre Heimatstadt, ihren Geburtsort und die Geburtsorte ihrer Eltern.

Kanadierin Leylah Fernandez ist ihre Gegnerin

Jährlich reist Raducanu mehrfach nach Bukarest, um ihre Großmutter zu besuchen. Von ihr bekocht zu werden, zählt laut der "South China Morning Post" zu den Höhepunkten im Jahr. Auch ein jährlicher Besuch in Shenyang steht bei Raducanu, die fließend Mandarin spricht, auf dem Programm.

Leylah Fernandez gilt als großes Talent in Kanada
Leylah Fernandez gilt als großes Talent in Kanada
© JOHN ANGELILLO/ / Picture Alliance

Kanada als große Tennisnation? Damit hatte man vor wenigen Jahren noch nicht gerechnet. Mit Félix Auger-Aliassime scheiterte ein Kanadier erst im Halbfinale und Leylah Fernandez steht im US-Open-Finale. Während Auger-Aliassime bei den Männern zum erweiterten Favoritenkreis zählte, ist Fernandez neben Raducanu die große Entdeckung des Turniers und schaltete unter anderem Deutschlands Top-Spielerin Angelique Kerber aus. Die Linkshänderin, die Anfang September ihren 19. Geburtstag feierte, wuchs in Montreal auf. Ihr Vater Jorge stammt aus Ecuador, ihre Mutter ist Kanadierin mit philippinischen Wurzeln.

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Der Sport liegt der 19-Jährigen in den Genen. Ihr Vater Jorge war Fußballprofi, ihre jüngere Schwester Bianca Jolie gilt ebenfalls als großes Tennistalent. Ihre ältere Schwester Jodeci hat derweil andere Pfade eingeschlagen und arbeitet als Zahnärztin. Ihre Schwestern und ihre Mutter zählt sie selbst zu den Menschen, die den größten Einfluss auf ihr Leben haben, schrieb Fernandez in einem Post im Frühjahr auf Instagram, wo sie sonst nur selten Einblicke in ihr Privatleben gibt. Dabei stellte sie aber auch gleich ihr Sprachtalent unter Beweis: Fernandez spricht Englisch, Französisch und Spanisch fließend.  

Quellen: WTA, South China Morning Post, Newstead Wood School

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