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EX-BOTSCHAFTER: Die neun Karrieren des Thomas Borer Fielding

Der freie Unternehmensberater Thomas Borer-Fielding kann sich vor Jobangeboten kaum noch retten. Kolumnist, Lobbyist und Talkmaster sind nur einige seiner Zweitbeschäftigungen.

Nachdem der Ex-Botschafter von den Eidgenossen gefeuert wurde, begann für den Eidgenossen mit der öffentlichkeitswirksamen Ehefrau ein Leben fernab der Diplomatenlaufbahn. Um sein Auskommen muss sich Borer-Fielding allerdings keine Sorgen machen. Der freie Unternehmensberater (45) wird von Angeboten nur so überhäuft. Kolumnist, Lobbyist und Talkmaster sind nur einige seiner Zweitjobs.

Exclusiv-Autor einer Fernsehzeitschrift

Wer schon immer wissen wollte, wie Thomas Borer-Fieldings Sicht auf die Welt ist, der kann das in gleich zwei Zeitschriften nachlesen. In der Fernsehzeitschrift »tv Hören und Sehen« veröffentlicht Borer-Fielding als Exklusiv-Autor eine »spannende Schweiz-Reportage«. Darin äußert sich der ehemalige Botschafter eidgenössisch-treu über die Vorzüge der Schweiz gegenüber der EU.

Kolumnist eines Männermagazins

Auch im Männermagazin GQ schreibt Borer-Fielding von Dingen, die ihn bewegen. In der Kolumne »Borers Welt« schlägt er eine Brücke von seinem Mini-Alltag in Berlin zur großen Weltpolitik: »Hier erlebt er im Kleinen, was menschliche Größe ausmacht: Charisma und Persönlichkeit. Abzulesen an Borers Gemüsehändler. Der schwatzt ihm mit südländischem Charme oft Dinge auf, die Borer nicht will. Doch Borer ist zufrieden. Denn vor Borer sind sie alle gleich: Der Gemüsemann wie George W. Bush.«, so die Zeitschrift.

Leiter einer Talkrunde

Auch auf dem Bildschirm gibt Borer-Fielding den Generalisten. Für den NDR leitete er zwei Folgen von »Talk vor Mitternacht – Spezial«. Nicht nur dem Regionalfernsehen offenbarten sich seine Qualitäten. Der Nachrichtensender n-tv will den ehemaligen Botschafter als Moderator und wirtschaftspolitischen Fachmann.

Lobbyist einer Fluggesellschaft

Borer-Fieldings enge Verbindungen zur Wirtschaft gefallen auch anderen Unternehmen. So wird er künftig für die Schweizer Fluggesellschaft Swiss werben. Als Lobbyist soll er vor allem seine Kontakte zu deutschen Wirtschaftskreisen spielen lassen, um das Ansehen der Schweizer Fluglinien nach der Pleite von Swissair wieder geradezubügeln.

Kerstin Berweger

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