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Vergewaltigungsvorwürfe Fall Luke Mockridge: Klaas Heufer-Umlauf findet deutliche Worte

Klaas Heufer-Umlauf hat im Fall von Luke Mockridge eine deutliche Stellung bezogen 
Klaas Heufer-Umlauf hat im Fall von Luke Mockridge eine deutliche Stellung bezogen 
© FrankHoermann/SVEN SIMON / Picture Alliance
Der Fall von Luke Mockridge sorgt weiter für Aufsehen in der TV-Branche. Nun hat auch der Moderator Klaas Heufer-Umlauf in der aktuellen Ausgabe seines Podcasts das Thema aufgegriffen.

Nachdem die Kabarettistin Maren Kroymann bei der Verleihung des Deutschen Comedypreises zum Mikrofon griff und ihrem Ärger über den sehr zaghaften Umgang der Branche mit der Causa Mockridge Luft machte, äußerte sich auch der Moderator Klaas Heufer-Umlauf zu dem Fall. In der aktuellen Ausgabe seines Podcasts "Baywatch Berlin" griff er das Thema auf: "Ich habe ein bisschen gebraucht, um zu verstehen, warum es so wichtig ist, dass man dazu was sagt. Und sich selbst nochmal die Position klar macht", erklärte der 38-Jährige auf Nachfrage. 

Unabhängig von der Diskussion um die Fehler der Justiz, müsse man deutlich sagen: "Es zeichnet sich da ein Bild von einem Verhalten, das man in jeglicher strengsten Form ablehnen muss." Man müsse sich mit den Opfern solidarisieren – um auch die Hemmschwelle von "Leuten, die sowas für normal halten, noch höher setzt, um sowas in Zukunft potenziell zu verhindern", so Heufer-Umlauf.

"Ich bin erschüttert [...] Mir ist nicht klar, wie man sich so verhalten kann", betonte der Moderator in dem Podcast. Er hoffe, dass inzwischen jedem klar geworden sei, dass "die Grenze, von dem was man machen sollte und machen darf, wesentlich früher anfängt als irgendwo irgendein vermeintliches Gesetz greift". 

Und Heufer-Umlauf findet noch deutlichere Worte: "Da gibt es keinen Grund, warum man in Frage stellen muss, dass sowas die Psyche und das Wesen eines Menschen stark beeinträchtigen kann. Und dass das in jeglicher Form Gewalt ist, die man abzulehnen hat." 

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Fall Luke Mockridge

Luke Mockridge hatte im vergangenen August von der Anzeige einer Ex-Partnerin berichtet, die nach eigenen Angaben einen Vorfall in einer gemeinsamen Nacht als versuchte Vergewaltigung wahrgenommen habe. Mockridge wies die Vorwürfe in dem Video zurück und verkündete einen Rückzug aus der Öffentlichkeit. "Das, was mir vorgeworfen wird, das ist nicht passiert", sagte er. Die Staatsanwaltschaft Köln bestätigte, dass ein entsprechendes Verfahren Anfang Mai 2020 mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt worden sei. Eine Beschwerde der Anzeigeerstatterin gegen die Entscheidung sei als unbegründet zurückgewiesen worden.

Luke Mockridge äußert sich erstmals zu Vergewaltigungsvorwürfen

Sehen Sie im Video: Promis reagieren auf Mockridge-Statement – Von "Selbstbesoffenes Mitleidsvideo" bis "Ich fühl mit dir".

Ende September warfen mehrere Frauen dem Comedian in einem Artikel des "Spiegels" sexualisierte Gewalt vor. Daraufhin kündigte der 32-Jährige an, seinen Rückzug aus der Öffentlichkeit zu verlängern. Die Sat1-TV-Shows für 2022 sagte er ab.

ivi

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