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Nach Veröffentlichung von "Famous": Kanye West und Taylor Swift - die Geschichte ihrer Feindschaft

Kanye West und Taylor Swift nackt in einem Bett - dazu wird es wohl nie kommen, auch wenn die Sängerin als Wachsfigur im Video "Famous" zu sehen ist. West und Swift verbindet keine Freundschaft, sondern eine erbitterte Fehde - und das seit fast sieben Jahren.

Kanye West, Kim Kardashian und Taylor Swift liegen im Video "Famous" nackt mit vielen anderen Prominenten im Bett

Im Video zur Single "Famous" liegt Kanye West nackt zwischen Wachsfiguren von Sängerin Taylor Swift und seiner Frau Kim Kardashian.

Nackt im Bett von Kanye West - das muss für Taylor Swift wie ein Albtraum klingen. Doch genau da liegt sie in Wests Musikvideo zu seiner aktuellen Single "Famous". Zwar schmiegt sich nicht die echte Swift in die Laken, sondern eine Wachsfigur - stinksauer ist die 26-Jährige trotzdem. Wenig schmeichelhaft ist auch die Textzeile "I feel like me and Taylor might still have sex / Why? I made that bitch famous (God damn) / I made that bitch famous". 

Taylor Swift und Kanye West zoffen sich seit 2009

Taylor Swift und Kanye West liefern sich seit fast sieben Jahren einen erbitterten Streit. Im September 2009 gewann die damals 19-jährige Swift bei "MTV Video Music Award" einen Preis für das beste Video. Während ihrer Dankesrede stürmte Kanye West auf die Bühne, riss Swift das Mikrofon aus der Hand und erklärte, Beyoncé hätte den Preis verdient. West wurde ausgebuht, Swift blieb verdutzt zurück und selbst US-Präsident Obama bezeichnet Kayne West als Idioten

Ein Jahr später entschuldigte sich Kanye West bei Taylor Swift und bat ihr einen Song an, den er angeblich für sie geschrieben habe. Wenn sie ihn nicht haben wolle, würde er ihn selbst aufnehmen, verkündete West via Twitter. Doch Swift schlug mit einem eigenen Stück zurück. "It's okay, life is a tough crowd / 32 and still growin' up now", singt sie im Song "Innocent" in Anspielung auf das kindische Verhalten Wests.

Die Botschaft kam bei West nicht gut an. Infolgedessen sagte er im November 2010 in einem Interview mit dem Portal "Access Hollywood", Swifts Album "Fearless" hätte niemals für den Grammy nominiert werden dürfen. Und: Die Sängerin sei dank ihm auf zahlreichen Zeitschriften-Covern gelandet und habe Millionen Platten verkauft.

Jay Z sorgte kurz für Frieden

Dann herrschte vorerst Funkstille zwischen Kanye West und Taylor Swift. 2011 trafen sie bei der New Yorker Met-Gala aufeinander, gingen sich jedoch gekonnt aus dem Weg. Als Vermittler trat schließlich Hip-Hop-Mogul Jay Z auf, wie Taylor Swift in einem Interview mit der Zeitschrift "Vanity Fair" erzählte. Was dazu führte, dass Taylor Swift bei den "MTV Video Music Awards" im August 2015 eine Lobesrede auf "ihren Freund" Kanye West hielt und ihm den Preis für sein Lebenswerk überreichte.

Die Freundschaft hielt bis zum Februar dieses Jahres. Im Rahmen der New Yorker Modewoche präsentierte Kanye West nicht nur seine neue Kollektion, sondern auch das Album "The Life of Pablo" inklusive der Single "Famous". Schon damals gab es Kopfschütteln über die Zeilen zu Taylor Swift. West behauptete, er habe den Song mit Swifts Erlaubnis geschrieben; vielmehr sei der Text sogar die Idee der 26-Jährigen gewesen. Swifts Sprecher dementierte, und Wests Ehefrau Kim Kardashian nannte die Sängerin im Interview mit "GQ" eine Lügnerin.

Wenige Tage nach Vorstellung der Single "Famous" konterte Taylor Swift. Sie gewann bei den Grammys den Preis für das "Album des Jahres" und sagte in ihrer Dankesrede: "An alle jungen Frauen da draußen: Es wird immer Menschen geben, die euch den Erfolg streitig machen wollen oder von euren Leistungen und eurem Ruhm profitieren wollen. Konzentriert auch auf eure Arbeit und lasst auch nicht von diesen Leuten ablenken." Ein klarer Seitenhieb auf Kanye West.

Sein nun veröffentlichtes Video "Famous" wirkt wie die Reaktion auf Swifts Worte. "Sie wusste, dass er unberechenbar ist, hätte aber nicht gedacht, dass er so weit geht", zitiert das Online-Portal Hollywoodlife.com einen Bekannten aus Swifts Umfeld. Angeblich plant die Sängerin bereits einen Racheakt.

jum