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Feminismus-Debatte Fans von Beyoncé werfen Emma Watson Heuchelei vor

Emma Watson
Emma Watson zog den Ärger der Beyoncé-Fans auf sich
© Picture Alliance
Gerade hatte sich Emma Watson noch mit starken Worten gegen sexistische Kommentare gewehrt, da holt sie ein altes Interview ein. Fans von Beyoncé sind wegen einer Bemerkung sauer auf die Schauspielerin.

Es dauerte nicht lange, dann waren die Bienen da: Auf Emma Watsons Instagram-Account hinterließen zahlreiche User einen Kommentar in Form von Bienen-Emojis. Es ist das Symbol, dass sich die Fans von Sängerin Beyoncé ausgesucht haben. Sie huldigen damit ihrer "Queen B": Beyoncé, die Königsbiene. Und Watson bekam die Stacheln dieser Fan-Bienen zu spüren. Was war passiert?

Eigentlich hatte es die ehemalige "Harry Potter"-Darstellerin diese Woche geschafft, mit nur einem Interview eine unsinnige Feminismus-Debatte zum Schweigen zu bringen. Weil sich Watson für ein Fotoshooting leicht bekleidet ablichten ließ, warfen ihr Kritiker auf Twitter vor, ihre Glaubwürdigkeit im Kampf für die Gleichberechtigung von Frauen aufs Spiel zu setzen. Mit den schlagfertigen Worten "Ich weiß wirklich nicht, was meine Titten damit zu tun haben!" wehrte sich die 26-Jährige gegen die absurden Behauptungen. Und klärte noch einmal auf, um was es ihr eigentlich geht: "Um Freiheit, Befreiung, Gleichberechtigung." So weit, so gut.

Zeigt auf einem Foto für das US-Magazin Vanity Fair ein bisschen ihrer Brust: Schauspielerin Emma Watson

Doch Fans von Beyoncé erinnerten sich an ein drei Jahre altes Interview, in dem Watson sich kritisch zum Konzept-Album "Beyoncé" der Sängerin geäußert hatte. Damals veröffentlichte Beyoncé Kurzfilme zu den neuen Songs, die sich mit Monogamie, Sex und Beziehungs-Themen beschäftigten. "Ich war hin- und hergerissen, als ich das Video zum ersten Mal sah" sagte Watson 2014 dem "Wonderland Magazine". "Einerseits positioniert sie sich als Feministin, andererseits habe ich die Kameraführung und den Blick als sehr männlich und voyeuristisch empfunden." Für viele Fans gilt Watson deshalb jetzt als Heuchlerin, auf Twitter machten sie ihrem Ärger Luft.

Dabei spricht Emma Watson in dem Interview auch darüber, was ihr an Beyoncés Botschaft gut gefiel. Und deshalb hielt sich die Britin bei diesem Shitstorm zurück und ließ schlicht einen einzigen Tweet sprechen: Sie veröffentlichte ein Foto mit dem entsprechenden Interview-Auszug und markierte die relevanten Stellen. Missverständnisse eigentlich ausgeschlossen.

sst

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