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FC-Bayern-Star Wegen tätlichen Angriffs: Franck Ribéry bekommt keinen Bambi

Franck Ribéry
Bayern-Spieler Franck Ribéry bekommt nun doch keinen Bambi verliehen.
© Guido Kirchner / DPA
Seine Attacke auf einen Journalisten hat für Franck Ribéry Folgen. Eigentlich sollte der Bayern-Spieler einen Bambi bekommen, doch der Burda-Verlag zog zurück. Darunter hat auch sein Teamkollege Arjen Robben zu leiden.

Die Geschichte der Bambi-Verleihungen ist um eine Posse reicher. Nachdem der Gangster-Rapper Bushido 2011 mit dem Integrations-Bambi geehrt wurde - eine Entscheidung, die viel Kritik erntete -, hat der ausrichtende Burda-Verlag diesmal im letzten Moment die Reißleine gezogen.

Eigentlich sollten die FC-Bayern-Stars Franck Ribéry und Arjen Roben mit dem goldenen Rehkitz ausgezeichnet werden. Die Ehrung war geplant "für ihre außergewöhnlichen Leistungen als eines der kreativsten Spieler-Duos der Bundesliga". Doch davon nimmt Hubert Burda Media nun Abstand. Der Grund für den Rückzieher ist ein Vorfall vom Wochenende. Nach der 2:3Niederlage bei Spitzenreiter Borussia Dortmund hatte Ribéry einen französischen TV-Experten körperlich attackiert.

Franck Ribérys Verhalten nicht zu akzeptieren

Diesen Vorfall nahm Burda nun zum Anlass, von der geplanten Verleihung Abstand zu nehmen. In der Begründung des Verlags heißt es: "Ein solches Verhalten gegenüber Vertretern der Medien können wir als journalistisches Haus nicht akzeptieren."

Unter der Absage hat ein anderer zu leiden, der sich gar nichts hat zuschulden kommen lassen: Bayern-Flügelstürmer Arjen Robben wird die Auszeichnung ebenfalls verwehrt. Der Niederländer wird in der Pressemitteilung Burdas deshalb ausdrücklich erwähnt: "Es tut uns Leid, dass ein großartiger Sportler wie Arjen Robben von dieser Entscheidung mit betroffen ist."

Bisher kam Ribéry immer durch

Der Vorfall vom Wochenende war nicht der erste Ausraster von Franck Ribéry. Der Franzose ist in der Vergangenheit auf dem Fußballplatz immer wieder mit unsportlichen Aktionen aufgefallen. Mehrfach hat er seinen Mitspielern den Ellenbogen ins Gesicht gerammt, wie etwa 2013 im Champions-League-Finale bei Robert Lewandwski, der damals für Borussia Dortmund spielte. 2016 bohrte Ribéry dem BVB-Spieler Gonzalo Castro seinen Finger ins Auge. Und im März dieses Jahres schlug er Renato Steffen vom VfL Wolfsburg mit der Hand ins Gesicht. 

Die Schiedsrichter ließen ihm diese grenzwertigen Aktionen stets durchgehen. Er ist bislang immer mit allem durchgekommen. Und so dürfte die Entscheidung des Burda-Verlages einen am meisten überrascht haben: Ribéry selbst.

Beim ersten Spiel der neuen Bundesliga-Saison sorgt der Videobeweis gleich wieder für Aufregung. Der Grund: eine Schwalbe von Bayern-Spieler Franck Ribéry, bei der der Video-Schiri nicht eingriff. Stattdessen gab es Elfmeter und den 2:1-Führungstreffer für die Bayern gegen Hoffenheim. Auf Twitter entlud sich beißender Spott wegen des Nichteingreifens des Video-Schiedsrichters wegen der Schwalbe. Viele verstanden nicht, dass die Bayern im Allgemeinen und Franck Ribéry anscheinend Sonderrechte bei den Schiedsrichtern genießen. Die besten und bösesten Tweets zur Ribéry-Schwalbe gegen die TSG 1899 Hoffenheim im Video.
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