Ein Geschworenengericht hat einen 21-jährigen Österreicher am Landesgericht Wiener Neustadt am Donnerstagabend schuldig gesprochen. Der Hauptangeklagte in dem Prozess wurde unter anderem wegen eines geplanten, aber vereitelten Anschlags im Umfeld eines Konzerts der US-Sängerin Taylor Swift (36) in der österreichischen Hauptstadt zu einer Haft von 15 Jahren verurteilt. Das berichten österreichische Medien wie der ORF und die "Kronen Zeitung" übereinstimmend.
Dem 21-Jährigen drohte laut der Berichte eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren. Sowohl er als auch ein Mitangeklagter seien zudem wegen Beitrags zum versuchten Mord verurteilt worden. Die beiden sollen einen weiteren Mann, der in Saudi-Arabien in Haft sitzt, bei der Planung einer Messerattacke in Mekka unterstützt haben. Die drei Männer hätten Anschläge in Mekka, Istanbul und Dubai geplant. Noch sind die Urteile demnach nicht rechtskräftig.
Drei Taylor-Swift-Konzerte nach Festnahme abgesagt
In einer Aussage habe der Mann zugegeben, dass er einen Anschlag auf Besucher des Konzerts im Ernst-Happel-Stadion in Wien geplant hatte. Die beiden in Österreich angeklagten Männer sollen am Donnerstag Bedauern geäußert haben. "Ich schließe mich den Worten meiner Verteidigerin an und ich möchte nur sagen, dass es mir leidtut", habe der 21-Jährige laut ORF erklärt. Auch der Mitangeklagte habe davon gesprochen, dass es ihm leidtue.
Der Hauptangeklagte war im August 2024 kurz vor dem ersten von insgesamt drei geplanten Konzerten von Taylor Swift in Wien festgenommen worden. Kurzfristig waren nach Bekanntwerden der Bedrohung alle drei Shows abgesagt worden.