Heather Mills "Unverschämt und grässlich"


Die Briten mochten Heather Mills noch nie. Schon gar nicht, als sie 2002 Nationalikone Paul McCartney ehelichte. Die Ehe ist längst geschieden, aber Mills sorgt weiter für Ärger. Ein ehemaliges Kindermädchen verklagt die 42-Jährige wegen Diskriminierung.

Sie soll ihre Angestellten ausgenutzt und schlecht behandelt haben - so lauten die Vorwürfe gegen Heather Mills, die zurzeit vor Gericht verhandelt werden. Erhoben hat sie Sara Trumble, 26 Jahre alt und einst als Kindermädchen im Hause Mills angestellt. Trumble behauptet, die Ex-Frau von Paul McCartney habe sie unterbezahlt und diskriminiert. Als sie aus dem Mutterschutz zurückkam, habe Mills ihre Vertragskonditionen verändert und ihr schließlich aus unfairen Gründen gekündigt. Außerdem sei sie "unverschämt und grässlich" zu ihr gewesen. Der Prozess findet vor einem Gericht in Ashford in der englischen Grafschaft Kent, statt.

"Ich war nicht die einzige, die sich zu dieser Zeit so gefühlt hat. Es traut sich nur niemand, etwas zu sagen", sagte Trumble vor Gericht. Sie hatte 260 Pfund (290 Euro) pro Woche bekommen, um auf Mills und McCartneys Tochter Beatrice aufzupassen. Das ehemalige Model Mills hatte 2008 bei der Scheidung von Paul McCartney eine Abfindung von umgerechnet rund 32 Millionen Euro erhalten. Das Kindermädchen berichtete, Mills habe allen ihren Angestellten das Leben zur Hölle gemacht. Vor allem nach der Scheidung von McCartney sei sie unausstehlich geworden. Ständig habe sie unbezahlte Überstunden verlangt. Sie habe sie gezwungen, einem Filmteam nur Positives über die Familie zu erzählen. Mills folgte der Verhandlung zusammen mit einigen Freunden im Gerichtssaal. Es wird erwartet, dass auch sie in dem Prozess aussagen wird.

DPA/jum DPA

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