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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick: Der Absturz der Tatjana G.

Alle reden über Hartz IV. Dabei haben doch auch unsere armen Promis Geldsorgen. Warum B-Prominente wie Tatjana Gsell jetzt sparen müssen.

Von Stefan Mielchen

Ganz Deutschland diskutiert aufgeregt über Hartz IV - nur eine macht's richtig: Cindy aus Marzahn! Die an Alzheimer-Bulimie leidende prekäre Prolltonne aus dem Berliner Nobelvorort schaffte es vergangene Woche auch ohne eine Einladung von Richard "Mörtel" Lugner auf den Wiener Opernball. Cindy wurde unter anderem dabei beobachtet, wie sie unter den indignierten Blicken abgemagerter Gesellschaftsdamen ihre gefühlten 500 Kilo Lebendgewicht am Roulettetisch platzierte, um dort ihre Stütze aufzubessern. Clash of Cultures - auch wenn Cindy leider nur eine Rolle spielt - schöner kann man Westerwelles aufgeregtes Aschermittwochsgeschrei derzeit nicht kommentieren!

Während die politische Klasse hierzulande streitet, ob sich Arbeit lohnen müsse, zeigte US-Schauspielerin Lindsay Lohan, dass die Antwort eindeutig "nein" lautet. Lohan ließ sich von Lebemann Lugner vorab angeblich satte 200.000 Euro für den Opernballbesuch überweisen, arbeitete das Sümmchen diese Woche aber lieber beim Shopping in London ab als in der Loge des Lustgreises. So buchstabiert man Sozialbetrug!

Tatjana Gsell beim Idiotentest

"Mörtel" wird sich künftig also besser überlegen müssen, welche schöne Frau er an seiner Seite sitzen lassen will. Wie wäre es mit Tatjana Gsell? Die hat es so nötig, dass sie wahrscheinlich selbst zu Fuß nach Wien käme, nur um dabei zu sein. Ihren Führerschein ist die Busenwitwe für die nächsten 18 Monate ohnehin los. Was man beim anschließenden Idiotentest allerdings noch herausfinden will, bleibt ein Rätsel. Die 38-Jährige vegetiert übrigens auch unter extremen Armutsbedingungen dahin: Keine 200 Euro bleiben ihr noch zum Leben - täglich. Da wird's eng, wenn man Korn, Koks und Kippen kaufen möchte. Kein Wunder, dass Gsell jetzt gegen die 46.000 Euro Strafe klagte, die sie für zwei Crashfahrten hinblättern muss. Wie soll sie auch 230 Tagessätze aufbringen, wo sie kaum bis drei zählen kann? Vor Gericht konnte Gesell übrigens wegen einer "ausgeprägten Angststörung" nicht erscheinen. Kleiner Therapievorschlag: einfach mal daheim die Spiegel verhängen.

Armutsrisiko Reichtum: Auch André Rieu steht kurz vor Hartz IV! Der penetranteste Walzerkönig seit Johann Strauß hat nach einem Bericht des "Wirtschaftsmagazins" "Bunte" einen zweistelligen Millionenbetrag vergeigt. Eine Australien-Tournee lief demnach finanziell total aus dem Ruder, weil Rieu hierfür Schloss Schönbrunn nachbauen und in 220 Container verschiffen ließ. Sogar seine teure Stradivari musste der größenwahnsinnige Holländer zwischenzeitlich verpfänden. Doch der Gouda-Geiger gibt Gas: In diesem Jahr will er alles, was sich nicht wehren kann, in Mexiko und Südafrika musikalisch penetrieren. Sogar ein Konzert am Nordpol will er noch geben. Na, da hört’s wenigstens niemand.

Und noch eine Finanzkrise schreckte in dieser Woche die Weltöffentlichkeit auf: Heather Mills, Ex-Ehefrau von Paul McCartney, ist ebenfalls blank! Die 30 Millionen Euro, die sie dem Ex-Beatle zur Scheidung aus den Rippen leierte, sind futsch – in nur zwei Jahren! "Ich würde nie so viel Geld, mit dem man die Welt verändern kann, auf meinem Konto schmoren lassen", erklärte die 42-Jährige dem britischen "Heat Magazine". Schön und gut, die Wirtschaft will schließlich angekurbelt werden - aber doch nicht so! Mills soll angeblich 35.000 Euro am Tag ausgegeben haben, den überwiegenden Teil allerdings für wohltätige Zwecke. Wie spaßbefreit ist das denn? Da hätte sich Heather besser am nordirischen Fußballer George Best orientiert, von dem der Satz überliefert ist: "Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest habe ich einfach verprasst."

Pattinsons Vagina-Problem

Tja, da hat wohl auch bei den Reichen und Schönen die Fastenzeit begonnen. Nicht so indes bei Katie Price, wobei sie allenfalls zu den Reichen zählt. Denn wahrlich: Schön ist das nicht, was sie bereits ihrer zweijährigen Tochter Tiaamii antut, die schon unter einem bescheuerten Namen zu leiden hat. Zu allem Überfluss tauchten jetzt Fotos auf, die das Kind geschminkt und mit künstlichen Wimpern zeigen. Ein Wunder, dass die Lippen noch nicht aufgespritzt sind. Doch Katie legt nach: "Wenn sie sich die Brüste machen lassen will, werde ich sie nicht davon abhalten", zitiert der "Daily Star" das Busenwunder. Und auch als Covergirl der einschlägigen Fachblätter werde sie ihre Kleine anspornen: "Ja, pack sie aus für die Kerle!" Erst müsse Tiaamii aber volljährig sein. Wie beruhigend.

War sonst noch was? Na klar: "Twilight"-Star und Mädchenschwarm Robert Pattinson leidet unter einer bei Männern eher seltenen Krankheit. Aktuell ziert der 23-jährige Schönling das Cover des US-Magazins "Details", dem er zugleich ein pikantes Detail verriet: "Ich hasse Vaginas, ich bin dagegen allergisch." Andere Leute würden in einer solchen Situation noch anfügen: "Und das ist auch gut so!" Während die schwule Welt jetzt also hofft, haben es die Heteros derweil nicht leichter. Brigitte Bardot etwa stimmte in dieser Woche ebenfalls einen Vagina-Monolog an. Die Diva wehrte sich gegen die Behauptung eines französischen Politikers, der vor mehr als 40 Jahren eine Affäre mit ihr gehabt haben will. "Ich weiß, mit wem ich geschlafen habe", giftete die 75-Jährige. Welcher Promi kann das schon von sich behaupten?