Herzogin Meghan und Prinz Harry
Lobende Worte für Social-Media-Sucht-Urteil

Prinz Harry und Herzogin Meghan warnen immer wieder vor den Gefahren von Social Media.
Prinz Harry und Herzogin Meghan warnen immer wieder vor den Gefahren von Social Media.
© Imago Images/Cover-Images
Prinz Harry und Herzogin Meghan begrüßen das Urteil gegen Meta und YouTube in einem Prozess um Social-Media-Sucht.

Ein Gericht in Los Angeles hat Meta und YouTube für fahrlässiges Handeln in einem wegweisenden Verfahren rund um Social-Media-Sucht haftbar gemacht. Prinz Harry (41) und Herzogin Meghan (44), die sich seit Jahren öffentlich für den Schutz von Kindern im Netz einsetzen, zeigten sich in einer Stellungnahme, die dem Magazin "People" vorliegt, tief bewegt von dem Urteil.

"Dieses Urteil ist eine Abrechnung", erklärte das Paar. Familien hätten viel zu lange den Preis für Plattformen gezahlt, die ohne Rücksicht auf die Kinder entwickelt worden seien, die sie erreichen. Man stehe an der Seite aller Eltern und junger Menschen, die sich nicht zum Schweigen hätten bringen lassen. "Heute wurde die Wahrheit gehört und ein Präzedenzfall geschaffen." Auf ihrer offiziellen Website ergänzten Harry und Meghan, das Urteil markiere einen Wandel bei der Rechenschaftspflicht von Technologieunternehmen - "die Gerechtigkeit hat die großen Tech-Konzerne eingeholt."

Sussexes kämpfen seit Jahren für Online-Sicherheit

Über ihre Stiftung, die inzwischen unter dem Namen Archewell Philanthropies firmiert, haben Harry und Meghan den Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum zum Schwerpunkt ihrer philanthropischen Arbeit gemacht. Mit dem Parents' Network haben sie zudem eine Initiative ins Leben gerufen, die Familien vernetzt, deren Kinder durch Online-Plattformen Schaden genommen haben.

Der Klage zugrunde lag der Fall einer jungen Frau, die den Plattformen vorwarf, absichtlich suchtfördernd gestaltet worden zu sein, was sich nachhaltig auf ihr Wohlbefinden ausgewirkt habe. Die Jury folgte dieser Argumentation und befand, dass das Handeln der Unternehmen einen wesentlichen Beitrag zu dem entstandenen Schaden geleistet habe.

Als Ausgleich wurden Meta und YouTube zur Zahlung von drei Millionen Dollar an Kompensationsschadenersatz verurteilt, wobei Meta 70 Prozent der Summe übernehmen muss. Darüber hinaus stellten die Geschworenen fest, dass Meta und Google auch Strafschadenersatz wegen Vorsatz oder Betrugs zahlen sollen. Laut CNN geht es dabei um 900.000 Dollar von YouTube und 2,1 Millionen Dollar von Meta.

Meta und Google wiesen die Vorwürfe in der Klage zurück. Ein Meta-Sprecher erklärte, man respektiere das Urteil, sei aber anderer Meinung, und prüfe rechtliche Optionen. Die psychische Gesundheit von Jugendlichen sei zu komplex, um sie auf eine einzelne App zurückzuführen. Ein Google-Sprecher betonte, der Fall missverstehe YouTube grundlegend - es handle sich um eine verantwortungsvoll gestaltete Streamingplattform, nicht um ein soziales Netzwerk.

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