Jeff Bezos (62) will offenbar seine Superjacht "Koru" loswerden. Wie "Page Six" berichtet, ist das rund 500 Millionen Dollar teure Segelschiff dem Amazon-Gründer inzwischen schlicht zu groß und zu aufwendig im Betrieb. Die Jacht wurde für Bezos angefertigt und war ab 2023 in seinem Besitz. Der Bau und die Lieferung sorgten damals für Schlagzeilen, weil die "Koru" schon bei ihrer Entstehung als eines der ambitioniertesten Privatprojekte im Superjacht-Segment galt.
Die 127 Meter lange Segeljacht wurde in den Niederlanden von der Werft Oceanco gebaut und war so groß, dass ihre Auslieferung logistische Diskussionen auslöste - unter anderem über mögliche Einschränkungen in Häfen und sogar über die Passage durch historische Infrastruktur.
Ausgestattet mit Glasbodenpool, mehreren Whirlpools, Helipad und aufwendiger Innenausstattung gehört sie zu den spektakulärsten privaten Segeljachten der Welt. An ihrem Bug trägt sie zudem eine Holzskulptur von Bezos' Ehefrau Lauren Sánchez (56) als Meerjungfrau.
Superjacht ist zu groß und teuer
Nun soll genau diese Dimension zum Problem geworden sein. Laut "Page Six" empfindet Bezos die Jacht als "zu groß und zu auffällig". Zudem ist sie teuer im Unterhalt: Die jährlichen Betriebskosten sollen sich gemeinsam mit dem 75-Millionen-Dollar-Begleitschiff "Abeona" auf rund 30 Millionen Dollar belaufen. Der finanzielle Aspekt dürfte für ihn allerdings nebensächlich sein.
Hinzu kommt: Die Jacht ist mittlerweile weltweit bekannt, wird regelmäßig fotografiert und zieht an jedem Liegeplatz Aufmerksamkeit auf sich. Für Bezos als einen der reichsten Menschen der Welt könnte das zum Nachteil geworden sein.
Ein weiteres Problem ist die eingeschränkte Nutzbarkeit. Die "Koru" wurde in der Vergangenheit mehrfach von bestimmten Häfen ausgeschlossen oder konnte dort nicht anlegen - etwa in Monaco während des Grand Prix oder in Teilen der Everglades in Florida. Auch bei großen Ereignissen wie der Hochzeit von Bezos und Lauren Sánchez in Venedig konnte die Jacht nicht direkt in die Lagune einfahren.