Auch nach fast 30 Jahren als Gastgeberin sorgt die starbesetzte Met-Gala bei Anna Wintour immer noch für Aufregung. "Das ist meine liebste Zeit im Jahr - und auch meine furchterregendste", sagte Wintour, die viele Jahre lang Chefin der US-Modezeitschrift "Vogue" war, bei einer Pressekonferenz im Vorfeld des Spektakels.
Der oft als "Party des Jahres" bezeichnete "Met Ball" ist eine alljährliche Spendenveranstaltung für das Kostüm-Institut des Metropolitan Museums. Die Einnahmen des "Costume Institute Benefit" bilden das Jahresbudget des Instituts, das inzwischen nach Wintour benannt ist.
Wintour leite die 1948 erstmals veranstaltete Gala in diesem Jahr zum 29. Mal und habe damit insgesamt schon mehr als 500 Millionen Dollar an Spenden für das Metropolitan Museum und dessen Kostüm-Institut eingenommen, sagte der österreichische Museumsdirektor Max Hollein. Inzwischen sei die Met-Gala die größte Museums-Benefizveranstaltung der Welt - und in diesem Jahr werde sie mehr Spenden einbringen als jemals zuvor, wie Wintour ergänzte.
"Vor vielen Jahren war das eine kleine Veranstaltung und ehrlich gesagt mussten wir den Menschen manchmal nachrennen, um sie dazu zu bringen, dabei zu sein", sagte Wintour weiter. "Jetzt ist Mode überall (...) und wir haben keine Probleme damit, die Plätze der Gala zu füllen."
Dresscode diesmal: "Mode ist Kunst"
Mit dem starbesetzten Spektakel, das traditionell am ersten Montag im Mai stattfindet, soll heute Abend (Nacht zum Dienstag MESZ) die Ausstellung "Costume Art" eröffnet werden. Der Dresscode lautet: "Mode ist Kunst". In diesem Jahr werden damit auch neue Ausstellungsräume des Kostüm-Instituts eröffnet, für die extra ein Souvenir-Shop umgebaut wurde. "Früher haben wir da Kühlschrank-Magneten verkauft", sagte Museumsdirektor Hollein.
Erwartet werden Stars wie die Sängerinnen Beyoncé, Sabrina Carpenter und Doja Cat, die Schauspielerinnen Nicole Kidman, Zoë Kravitz, Lena Dunham sowie Ex-Tennisprofi Venus Williams. Schon seit ihrer Kindheit liebe sie Mode, sagte Williams bei der Pressekonferenz. "Es ging nicht immer nur um Tennis - ehrlich gesagt ging es immer nur um Mode."
Mitfinanziert und mitausgerichtet wird die Veranstaltung in diesem Jahr von Amazon-Gründer Jeff Bezos und seiner Ehefrau Lauren Sánchez Bezos. Bereits öffentlich abgesagt hat New Yorks linker Bürgermeister Zohran Mamdani, dessen Vorgänger sich häufig bei dem Spektakel hatten sehen lassen.