HOME

Joachim Fuchsberger trauert: Sein letzter Kuss für "Thommy"

Es war der schwerste Gang seines Lebens: Knapp eine Woche nach dem Tod seines Sohnes hat sich Joachim Fuchsberger in einem Interview zu seinem Besuch am Unfallort, seinem letzten Kuss für "Thommy", seiner Trauer und der Todesursache geäußert.

Joachim Fuchsberger ist ein gebrochener Mann. Mit 83 Jahren muss er einen der schwersten Schicksalsschläge verkraften, den sich ein Vater vorstellen kann: den Verlust seines Kindes. Am vergangenen Donnerstag ist sein einziger Sohn Thomas in einem Bach in Kulmbach tot aufgefunden worden. In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung erklärte der ehemalige "Auf los geht's los"-Showmaster jetzt, wie er trotz des schmerzlichen Verlustes Halt und Trost findet.

Besonders wichtig sei ihm der Besuch des Unglücksortes gewesen, um von "Thommy", wie Fuchsberger seinen Sohn nennt, Abschied nehmen zu können. Das Ehepaar Fuchsberger war am vergangenen Montag nach Kulmbach gereist, um die letzten Wege des 53-Jährigen noch einmal nachzugehen. Dabei nahmen sie Abschied am Sarg, der auf dem Kulmbacher Friedhof aufgebahrt war.

Seine Enkel geben ihm Kraft

"Unsere beiden Herzen sind etwas getröstet, seit wir Thommy am offenen Sarg noch einmal gesehen haben. Ich habe seine Stirn geküsst, sein Haar gestreichelt, seine Hand gehalten", sagte Fuchsberger zu "Bild". Trost würden ihm vor allem seine Frau und seine Enkel geben. "Wir halten uns gegenseitig fest. Sie hilft mir unendlich", sagte Fuchsberger über Gundel. Die Liebe, die sie nun nicht mehr ihrem Sohn schenken könnten, würden sie jetzt den Enkeln geben. Thomas Fuchsberger hinterlässt zwei Kinder aus erster Ehe.

Die genauen Todesumstände sind nach wie vor nicht ganz geklärt. Die Obduktion ergab, dass Thomas Fuchsberger in einem bis zu zwei Meter tiefen Bach ertrunken ist. Die Polizei schließt ein Fremdverschulden aus. Joachim Fuchsberger erklärte in der "Bild", dass "eine Mischung aus Essen, Alkohol und Insulin das Geschehene möglich gemacht" habe. Damit bestätigte er Vermutungen, dass Thomas Fuchsberger, der an Diabetes litt, an einem möglichen Zuckerschock, verbunden mit Alkoholeinfluss, die Orientierung verloren hat.

Thomas Fuchsberger hat nicht leiden müssen

"Es ist tröstlich zu wissen, dass Thommy nicht gelitten hat", sagte Fuchsberger. Dies habe ihm der Arzt versichert. In seinem Zustand habe er kein Schmerzempfinden mehr gehabt, habe ihm ein Professor mitgeteilt.

Am 27. Oktober soll Thomas Fuchsberger in München beigesetzt werden. Mehr als 300 Trauergäste werden im August-Everding-Saal in Gründwald am weißen Sarg des Journalisten und Musikers Abschied nehmen. Die Beisetzung soll später im engsten Familienkreis erfolgen. "Es wird hoffentlich ein würdevoller Abschied", sagte Fuchsberger.

Jens Maier