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Kate Moss: Auf der Flucht vor Drogen, Sex und Pete

Kate Moss meint es mit der Trennung von Pete Doherty offenbar ernst: Das Model will London verlassen, um endlich von dem Drogenrocker loszukommen. Der vergnügt sich derweil offenbar ungeniert mit Groupies.

Von Frank H. Diebel, London

Nachdem Kate Moss sich von Pete Doherty wegen eines Seitensprungs mit einem südafrikanischen Model in der letzten Woche getrennt hat, ist inzwischen eine weitere Schönheit aufgetaucht, die von einem Schäferstündchen mit dem Skandalrocker schwärmt. Lara Laghi behauptet, sie hätte vor acht Monaten mit dem drogenabhängigen Rockmusiker geschlafen. Angeblich hat er die attraktive Italienerin bei einem Konzert in Rimini aus der Menge geholt: "Vom ersten Moment als wir uns trafen war klar, dass Pete Sex wollte", sagte Laghi der britischen Zeitung "Daily Mail". "Er erwähnte Kate überhaupt nicht, obwohl er einige Stunden vorher noch mit ihr zusammen war." Sie habe zwar ein schlechtes Gewissen gehabt, aber der Babyshambles-Frontmann habe sich so verhalten, als ob Kate Moss (33) gar nicht existiere.

Aber sie existiert - und wie. Gerade hat die feurige Britin Doherty vor die Tür gesetzt, die Schlösser auswechseln und seine Habseligkeiten von einer Umzugsfirma in seine Wohnung im Londoner Stadtteil Hackney bringen lassen. Was genau der Anlass war, darüber streitet die britische Presse: Im "Daily Mirror" war zu lesen, dass der Grund die Affäre mit einem Model gewesen sei. Angeblich waren Doherty und das Modell beim Verlassen eines Nachtclubs in London von Paparazzi fotografiert worden. Daraufhin soll es zwischen Moss und Doherty zu heftigen Streitereien gekommen sein. In anderen Berichten hieß es, dass der Musiker Schluss gemacht habe, weil er mehr Freiraum brauche. Letzteres ist unwahrscheinlich, denn Doherty hatte erst vor einigen Wochen zum wiederholten Mal angekündigt, er wolle die schöne Britin heiraten - sobald er von der Nadel los sei.

Kates Karriere leidet

Das Supermodel hat weitaus triftigere Gründe, ihrem Musikerfreund den Laufpass zu geben. Immerhin hat die Beziehung mit dem Junkie drastische Auswirkungen auf ihre Karriere gehabt: Kennen gelernt hatten sich die "Schöne" und das "Biest" auf Kates 31. Geburtstagsparty Anfang 2005. In Windeseile wurden sie zum wildesten Promi-Paar Großbritanniens. Das blieb nicht folgenlos: Nachdem der "Mirror" im September 2005 Fotos einer Kokain schnupfenden Kate Moss abgedruckt hatte, gab es Ärger. Die schwedische Modekette H&M kündigte schnurstracks einen Millionenvertrag und auch die Edelmarken Burberry und Chanel wollten mit der wilden Engländerin nichts mehr zu tun haben. Moss gab Doherty den Laufpass, checkte sich in einer Entzugsklinik im US-Bundesstaat Arizona ein - und zögernd klopften die Modehäuser wieder an ihre Tür. Der britische Dessous-Hersteller Agent Provocateur, Rimmel, Dior und andere nahmen sie unter Vertrag. Als die britische Modekette Top Shop im Frühjahr die Kate-Moss-Kollektion in die Läden brachte schien das Supermodel wieder ganz oben zu sein.

Doch inzwischen hatte sie sich wieder mit ihrem skandalumwitterten Ex-Freund eingelassen, und das Paar feierte noch ausgelassener als vorher. Kritische Medienberichte blieben nicht aus: Fotos der beiden, wie sie von Party zu Party taumelten, füllten die Seiten der britischen Boulevardpresse. Die ohnehin gertenschlanke Moss wurde immer dünner. Ein Freund sagte dem "Daily Mirror": "Kate sah das ganze letzte Jahr wie ein abgerissenes Groupie aus. Sogar für ihre Verhältnisse ist sie unglaublich dünn." Es kam wie es kommen musste: Agent Provocateur hat Moss inzwischen durch ein jüngeres Model ersetzt und die Zusammenarbeit mit Rimmel soll auch auf der Kippe stehen.

Dazu kamen Gerüchte, dass Doherty fremdging - Zeit, die Notbremse zu ziehen. Freunde sollen ihr geraten haben, sich von dem chaotischen Rockmusiker zu trennen. Außerdem war Moss' Popularität in den USA stark zurückgegangen, die Top-Shop-Kollektion dort verkaufte sich schlecht und ihre amerikanische Modelagentur beschwerte sich über ihren haltlosen Lebenswandel. Ein zu hoher Preis für eine Beziehung, der das Supermodel selbst kaum Chancen eingeräumt hatte?

Angeblich Flucht auf eine Karibik-Insel

Moss: "Lila (ihre vierjährige Tochter) liebt mich, ich liebe Pete, Pete liebt Drogen". Scherzhaft hat sie ihre Romanze mit Doherty oft mit der tragischen Liebesbeziehung von Sex-Pistols-Bassist Sid Vicious und seiner amerikanischen Freundin Nancy Sprungen verglichen. Der heroinsüchtige Vicious wurde im Oktober 1978 unter Drogen stehend neben der Leiche der erstochenen Sprungen gefunden. Vicious starb kurze Zeit später auf einer Party an einer Überdosis Heroin. Der Mord an seiner Freundin wurde nie gerichtlich aufgeklärt. Dieses Schicksal will Moss nicht teilen und deswegen hat sie sich jetzt einen "Entzug" von der "Doherty-Droge" verordnet. Angeblich soll sie die Schulferien in England abwarten, um dann mit Lila Grace auf eine tropische Insel zu flüchten. Ihrer Heimatstadt London wird sie eine zeitlang den Rücken kehren, denn sie befürchtet bei einer zu raschen Rückkehr wieder ihrer "Doherty-Sucht" zu erliegen.

Doherty dagegen versucht laut "Mirror" verzweifelt, seine Ex-Freundin zu erreichen. Er gehe davon aus, dass die Trennung nur vorübergehend sei. Vielleicht liebt er sie wirklich, wird die Drogen aufgeben und sie nächstes Jahr endlich heiraten. Laut Gerichtsbeschluss muss Doherty bis zum 7. August eine Entziehungskur beginnen, andernfalls droht ihm eine Gefängnisstrafe wegen Drogenbesitzes.

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