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Klage: Freispruch für Tommy Lee

Im Prozess um den tragischen Tod des kleinen Daniel Karven ist der Rockmusiker Tommy Lee vom Vorwurf der Fahrlässigkeit freigesprochen worden. Das kalifornische Gericht wies die Schadenersatzklage von Ursula Karven ab.

Ein kalifornisches Gericht wies am Donnerstag eine Schadenersatzklage der deutschen Schauspielerin Ursula Karven zurück. Sie hatte dem Schlagzeuger eine Missachtung seiner Aufsichtspflicht bei einem Kindergeburtstag vorgeworfen.

Lee zeigte sich nach dem Urteil der Geschworenen erleichtert, aber "es gibt keine Gewinner in dieser traurigen Situation", erklärte er in einer Stellungnahme. Der vierjährige Daniel ertrank am 16. Juni 2001 bei der Party für den fünfjährigen Brandon - den Sohn von Tommy Lee und Schauspielerin Pamela Anderson. Der Musiker sagte aus, dass er darum gebeten habe, dass jedes Kind von einer erwachsenen Aufsichtsperson begleitet werde. Daniel wurde von einem deutschen Austauschstudenten zu der Party gebracht, der das Fest aber vorzeitig verließ und seinen Schützling der Obhut eines anderen Kindermädchens überließ.

Ursula Karven wusste nichts von einer Pool-Party

Die 37-jährige Mutter erklärte, sie hätte darauf bestanden, dass Daniel Schwimmflügel mitgenommen hätte, wenn sie gewusst hätte, dass sich die Party am Pool abspielen würde. Ein Anwalt von Daniels Eltern sagte den Geschworenen, dass zehn Millionen Dollar ein angemessener Schadensersatz wären. Lees Anwalt James Baratta erklärte hingegen, sein Mandant sei nicht am Tod des Jungen schuld.

Lee war Schlagzeuger in der Rockband Motley Crue. Er hat mit Anderson zwei Söhne, Brandon und Dylan.