VG-Wort Pixel

Nach Eklat im "Fernsehgarten" Seine Eltern spielten in der "Lindenstraße": Das ist Comedian Luke Mockridge

Eklat im ZDF-Fernsehgarten: Comedian Luke Mockridge macht den Affen auf der Bühne


Eklat im ZDF-Fersehgarten. Luke Mockridge sorgt mit einem peinlichem Auftritt für Aufregung.


Statt das Publikum zum Lachen zu bringen, erntet der Comedian nur für irritierte Blicke.


Mockridge machte Furz- und Affengeräusche und zappelte über die Bühne.


Moderatorin Andrea Kiewel reagierte wütend auf fragwürdige Performance.
"Ich denke mir, er wollte gar nicht, dass wir wissen, was er hier vorhat. Und dass dann ein junger Künstler, der im Gegensatz zu dieser Sendung… ich weiß nicht, was Luke Mockridge in 33 Jahren macht. Diese Sendung, lieber Kollege Mockridge, gibt es seit 33 Jahren und zwar sehr erfolgreich. Dass es dann ein junger Künstler wagt, auf meiner Bühne, vor meinem Publikum , wie ein Affe rumzuspringen, aus welchen Gründen auch immer, halte ich für das mieseste Verhalten, was es unter Künstlern, unter Kollegen, geben kann. Und weil wir im Festival-Modus sind: Shame on you! Luke Mockridge, never ever again!"


Für viele Zuschauer einfach nur zum Fremdschämen.


Einige vermuten eine verlorene Wette oder Joko und Klaas hinter der Aktion.


Auch der Sender äußerte sich zum Vorfall.
Mehr
Luke Mockridge macht aktuell mit seinem erstaunlichen Auftritt im ZDF-"Fernsehgarten" von sich reden. Aber wer ist der Comedy-Star eigentlich?

Luke Mockridge gehört zu Deutschlands erfolgreichsten Comedians. Als aktuell sogar erfolgreichster Live-Comedian (in Hamburg hatte er im März an zwei Tagen die Barclaycard Arena gefüllt) hat er unter anderem den Comedypreis, den Bambi, den Fernseh- und Grimmepreis und weitere renommierte Auszeichnungen gewonnen. Auf Instagram folgen ihm fast eine Million Menschen.

Der 30-Jährige kennt das Showbusiness aber auch von Kindesbeinen an: Er wuchs nämlich in einer Familie von Kreativen in Bonn auf. Sein Vater ist Bill Mockridge, der bis 2015 den Erich Schiller in der "Lindenstraße" verkörperte. Der Schauspieler und Produzent rief unter anderem auch das Improvisationstheater "Springmaus" in Bonn ins Leben. Luke Mockridges Mutter ist die Schauspielerin und Kabarettistin Margie Kinsky, die unter anderem auch in der "Lindenstraße" zu sehen war und dort die Rolle der Gina Varese spielte. Das kanadisch-deutsche Paar hat sechs Kinder, allesamt Jungs. Luke Mockridge sagte dazu kürzlich der Zeitschrift "Emotion": "Ich bin ein Sandwichkind zwischen sechs Jungs, und da gibt es schon einen gewissen Konkurrenzdruck." 

Luke Mockridge wäre beinahe Fußballer geworden

Seine zwei älteren und drei jüngeren Brüder sind als Regisseur, Musiker, Sänger, Schauspieler und Model tätig. Einer davon ist Matthew Mockridge, der einst in der Boyband Part Six sang. Der zweitjüngste Sohn der Familie, Jeremy Mockridge, ist Schauspieler und stand ebenfalls für die "Lindenstraße" (als Nico Zenker) und unter anderem für die Kinofilme "Die wilden Hühner" vor der Kamera. 

Luke Mockridge wäre dagegen beinahe Fußballer geworden: Mit 16 Jahren wurde er von Bayer 04 Leverkusen zum Profi-Training eingeladen. Eine Fußballer-Karriere verfolgte er aber nicht weiter. Er spielt außerdem Gitarre und Klavier. Beide Instrumente brachte er sich selbst bei. Mit Dirk Bach, der 2012 verstarb, und Hella von Sinnen kommen auch seine prominenten Paten aus dem Comedy-Bereich.

Der Comedian zweifelt immer wieder an sich selbst

Luke Mockridge studierte Medien- und Kommunikationswissenschaft in Kanada, England und Deutschland und schloss 2012 mit dem Bachelor ab. Der 30-Jährige besitzt die kanadische und die italienische Staatsbürgerschaft, denn seine Mutter wurde in Rom als Tochter einer böhmischen Gräfin geboren. Schon während seines Studiums in Kanada trat er im Bühnenprogramm des "High School Musicals" in der Rolle des Chad auf der Bühne auf. Später war er Praktikant und Autor für die Comedy-Show "NightWash". Mit seinem Soloprogramm "I’m Lucky, I’m Luke!" tourte er zwischen 2012 und 2016 durchs Land, es folgten zwei weitere Live-Programme, TV-Shows und sogar ein eigenes Buch.

Der Comedian wirkt zwar auf der Bühne sehr selbstsicher, er zweifle aber immer an sich, sagte er dem Magazin "Emotion": "Mich selbst zu lieben fällt mir schwer, weil ich alles kritisch analysiere." Er würde sich oft einreden, dass sein Erfolg nur Glück sei. Eine Sache gefalle ihm daran aber, sagte er: "Vielleicht mag ich an mir, dass mir der Erfolg nicht zu Kopf steigt."

Mehr zum Thema

Newsticker