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Mandy von Monrose: Der wahrgewordene Männertraum auf dem heißen Stuhl

Sie ist blond, klein und der Traum tausender deutscher Männer. Mandy von der Castingband Monrose wurde von deutschen "FHM"-Lesern zur "Sexiest Woman in the World" gewählt. stern.de hat ihr ein paar Männer- und Frauenfragen gestellt.

Von Sophie Albers

Wäre ich ein heterosexueller Mann, ich wäre gerade sehr, sehr glücklich. Nicht nur bin ich umgeben von Postern mit Schönheiten, die in eindeutigen Posen so tun, als seien sie nicht nackt, vor mir sitzt auch noch die erotischste Frau von der ganzen weiten Welt. Das behauptet jedenfalls die deutsche Ausgabe des Männermagazins "FHM", das zur alljährlichen Leserabstimmung "100 Sexiest Women in the World" gerufen hat und nun in den Redaktionsräumen die Siegerin präsentiert: Mandy, 19, Mitglied der Castingband Monrose.

Sie kommt auf etwa schienbeinlangen Absätzen den Gang entlang, mit perfektem Hinternschwung, - hat sie alles bei "Popstars" gelernt -, trägt eine schwarze Corsage und eine Hose mit Schleife am Hintern. Auf die kommen wir später noch mal zurück. Und sie strahlt. Das Wort "lächeln" reicht tatsächlich nicht aus. Sie strahlt aus riesigen braunen Augen und klappert mit Monsterwimpern, die so echt sein dürften wie ihre blonde Mähne, die fast bis auf die knabenhafte Hüfte fällt. Mandy ist eine Miniaturfrau, ein puppenhafter, aber eben wahrgewordener Männertraum. Perfekt gestylt bis zum letzten Augenbrauenhärchen, ohne einen Hauch von Vulgarität. Das macht den deutschen Mann jetzt also an. "Schon sehr, sehr niedlich", sagt ein von der Strahlung der Puppe berauschter Kameramann. Da dreht sie den Regler noch ein bisschen höher.

Pyjama-Party und Porsche

Einem Männertraum muss man Männerfragen stellen: "Mandy, wann war Ihre letzte Pyjama-Party?" Entzückend verschrecktes Augenaufsperren. Das sei so lange her, sagt sie mit ihrem wunderschönen Lipglossmund. Aber dann erinnert sich auch Mandy daran, was Männer hören wollen und sagt: "Was wir Mädels von der Band ganz oft machen, ist, unsere Pyjamas anziehen, aufs Bett kuscheln und 'Germany's next Topmodel' gucken". Jetzt hat die Strahlung etwas zufriedenes. Und es ist immerhin ein kleiner Trost für Model-Mama Heidi Klum, die es in der Liste gerade noch auf Platz 100 geschafft hat. Die "unsexiest" der "sexiest" Frauen sozusagen und ein Sturz um 80 Plätze. Aber das ist eine andere Castingshow.

"Mandy, in was für ein Auto würden Sie einsteigen?" Sie ist begeistert, gibt einen gurrenden Laut von sich und legt den Kopf schräg, so dass mein nicht vorhandenes "Fast and the Furious"-Testosteron fast durchdreht. "Ooooooh, ich liebe den Q7 von Audi. Ich mag aber auch gerne Porsche. Und Bentley."

Die Frau in mir hat plötzlich keine Lust mehr und haut den Mann um: "Mandy, ist die Schleife auf Ihrem Hintern ein Hinweis darauf, dass das nächste Projekt der 'Playboy' ist?" Sie ist entsetzt, ihre nackten, fragilen Schultern werden steif, und sie antwortet entschieden: "Nein. Ich muss ganz ehrlich sagen, diese Bilder im Badeanzug mag ich ganz gerne, aber auch nicht drunter. Von mir wird es nie irgendwelche Nacktbilder geben."

Auf alle Viere gehen

Okay, werden wir deutlicher: "Wie ist es für Sie, sich so fotografieren zu lassen und zu wissen, dass Männer sich daran erfreuen werden - um es mal milde auszudrücken?" Sie dreht den hübschen Kopf Richtung Poster, das hinter ihr hängt und sie im knappen Einteiler zeigt: "Anfangs war das für mich auch ein bisschen schwierig, denn ich bin nicht sehr streng, aber sehr vernünftig erzogen. Beim Shooting sagte jemand, 'Machen wir Unterwäsche', und ich so: 'Nein!' Ich telefoniere jede freie Minute mit meiner Mutter und meinem Vater. Die wissen immer, was ich mache, müssen bei allem zustimmen. Meine Mutter fragte, ob ich mich denn wohl dabei fühle, und ich meinte, es kommt auf die Posen an. Klar wollten die, dass ich auf alle Viere gehe, aber ich habe gesagt 'Hey, hört mal auf, ich möchte das nicht.' Was Nacktes, wo sich Männer dran aufgeilen, das ist nicht meine Art." Na also, denkt Frau und Mann zuckt mit den Schultern.

"Mandy, was bedeutet Ihnen Emanzipation?" "Ich muss ganz ehrlich sagen, nicht so viel." Da meine Gesichtszüge völlig entgleisen, fragt sie nach: "Was genau stellen Sie sich darunter vor?" "Die Gleichberechtigung von Frau und Mann." Mandy bricht in glockenhelles Lachen aus, die Sonne scheint ins Zimmer, und sie sagt: "Merken Sie gerade, wie nervös ich bin?! Für mich gibt es nichts Wichtigeres, als dass alle gleichberechtigt sind. Gerade in einer Beziehung ist Gleichberechtigung das A und O. Diese ganzen 'Frauen haben nichts zu sagen'-Typen, da kriege ich Hörner! Aber ich denke, ein vernünftiger, gut erzogener Mann ist auch der Meinung, oder?" Sie strahlt wieder bis zum Anschlag und sagt "Ich pose noch mal schnell", als sie einen Fotoapparat sieht.

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