Marius Borg Høiby hat wegen der schweren Lungenkrankheit seiner Mutter Mette-Marit die Entlassung aus der Untersuchungshaft beantragt. Das teilte der Anwalt des Sohnes der norwegischen Kronprinzessin der Nachrichtenagentur NTB mit. Zuvor war bekannt geworden, dass Mette-Marit, 52, aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gekommen ist.
Doch dem Antrag wurde vorerst eine Absage erteilt, wie der norwegische Rundfunk NRK berichtet. Die Polizei meine demnach, dass es „unter den derzeitigen Umständen kein unverhältnismäßiger Eingriff ist“, ihn weiterhin in Untersuchungshaft zu halten. Der Antrag werde daher weiter an das Bezirksgericht Oslo zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet.
NTB zufolge hatte der 29-Jährige am Donnerstagabend im Gefängnis Besuch von seinen Halbgeschwistern Prinzessin Ingrid Alexandra, 22, und Prinz Sverre Magnus, 20, bekommen, den Kindern von Mette-Marit und Kronprinz Haakon, 52. Zuvor war die Kronprinzessin norwegischen Medien zufolge kurzzeitig im Krankenhaus gewesen. Sie leidet an der unheilbaren Krankheit Lungenfibrose, die unter anderem Atemnot verursachen kann.
Bislang hat das Gericht Høibys Anträge abgelehnt
Marius Borg Høiby ist in 40 Punkten, darunter wegen vier Vergewaltigungen, angeklagt. Schon seit Beginn der Verhandlung Anfang Februar sitzt er in U-Haft. Er hatte gegen ein Kontaktverbot in Bezug auf eine Exfreundin verstoßen. Bereits zweimal hat Høiby seine Freilassung beantragt, zuletzt wollte er die Zeit bis zur Urteilsverkündung mit einer elektronischen Fußfessel zu Hause verbringen. Bislang hat das Gericht alle Anträge auf Entlassung aus der U-Haft abgelehnt.
Das Gerichtsverfahren gegen Mette-Marits Sohn aus einer früheren Beziehung war Ende März geendet. Das Urteil wird am 15. Juni erwartet.