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Nach Kinderporno-Skandal und Suizid: "Mitgefühl mit Mark Salling zu haben, mindert nicht seine Verbrechen": Kollegen gedenken "Glee"-Star

Ermittler fanden bei ihm pornografische Bilder und Videos von Minderjährigen. Bevor er sein Strafmaß erfahren konnte, beging Mark Salling Suizid. Jetzt reagieren ehemalige Weggefährte auf seinen Tod. 

Mark Salling

Mark Salling bekannte sich vor einem Gericht in Los Angeles für schuldig. Bei ihm wurden zirka 50.000 pornografische Bilder und Videos von Kindern sichergestellt. 

Er war ihr Co-Star, ein talentierter Schauspieler und im Ensemble beliebt. Doch er war auch ein Krimineller, bekannte sich im Dezember vergangenen Jahres für schuldig, nachdem Ermittler in seiner Wohnung über 50.000 pornografische Fotos und Videos minderjähriger Kinder sichergestellt hatten. "Ich bekenne mich schuldig, weil ich schuldig bin", erklärte Mark Salling damals in einem Statement. Jetzt hat der Schauspieler Suizid begangen. Bestätigt wurde dies von Sallings Anwalt. "Mark war eine zarte und liebevolle Person, er war sehr kreativ und gab sein Bestes, um seine Fehler gutzumachen", sagte der Jurist.

Co-Stars reagieren auf Mark Sallings Suizid

Seine ehemaligen Kollegen ringen offenbar um Worte, die beschreiben können, wie sie sich gerade fühlen. "Mein Herz ist gebrochen", sagte Schauspielerin Jane Lynch einem Reporter des Online-Magazins "TMZ". "Es ist traurig, sehr tragisch." Sie würde Salling als den jungen Mann in Erinnerung behalten, der sich so sehr darüber gefreut hatte, ein Teil der Erfolgsserie sein zu dürfen. Ein weiterer "Glee"-Kollege, Schauspieler Matthew Morrison, gedachte dem 35-Jährigen in einem Posting auf Instagram. Dort kommentierte er ein Bild von sich, Salling und ihrem gemeinsamen Co-Star Cory Monteith mit zwei Engelsemojis. Cory Monteith starb 2013 an einer Drogen- und Alkoholüberdosis.

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Ein Beitrag geteilt von Matthew Morrison (@_matthew.morrison_) am

Während der Stimmtrainer der Musicalserie, Tim Davis, auf Twitter um Salling trauerte, stellte er im gleichen Zug klar, dass er Sallings Verbrechen nicht vergessen hätte. "Heute haben wir ein weiteres 'Glee'-Mitglied verloren. Ja, er hat Verbrechen gegen Kinder begangen. Ja, das ist entsetzlich. Aber Mark Salling war ein gebrochener Mann, zweifellos selbst ein Missbrauchsopfer", schrieb er auf seinem Kanal. "Ich liebte Mark und ich bin traurig, wenn ich die Erschütterung seiner Eltern bedenke. Bitte behaltet eure grausamen Kommentare für euch."

Nachdem unter seinem Posting eine rege Diskussion losgetreten wurde, sah sich Davis verpflichtet, seinen Tweet zu erklären. "Lasst mich klar sein: Mitgefühl mit Mark Salling zu haben, mindert keineswegs seine Verbrechen, es mindert auch nicht den Schmerz und die Erschütterung seiner Opfer. Ich sage bloß, macht den Schmerz seiner Familie nicht größer. Er war ihr Sohn. Wenn ihr ohne Sünde seid, fühlt euch frei, den ersten Stein zu werfen", sagte er.

  

Mark Salling drohte eine Gefängnisstrafe von vier bis sieben Jahren 

Ein Produzent der Serie postete ein Foto auf und nannte Sallings Tod einen "schmerzhaften Verlust". "Oh Mark", schrieb Co-Star Iqbal Theba, ebenfalls auf Twitter. In einem zweiten Tweet sage Theba, Salling wäre immer nett zu seinen Kindern gewesen.

Im März hätte Salling sein genaues Strafmaß erfahren. Da er sich selbst für schuldig bekannte, gingen seine Anwälte von vier bis sieben Jahren im Gefängnis aus. 

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.


ls