McCartney-Scheidung Und alles nur, weil sie ihn liebte


Der Scheidungskrieg zwischen Paul McCartney und Heather Mills ließ Vermutungen laut werden, Mills habe den Ex-Beatle nur des Geldes wegen geheiratet. In einem dramatischen Fernsehinterview beteuerte Mills jetzt, dass sie einfach nur sehr verliebt gewesen sei.

Paul McCartneys Noch-Ehefrau Heather Mills hat in einem Aufsehen erregenden Fernsehinterview ihre einstige Liebe zu dem Ex-Beatle beteuert. Zugleich wies das ehemalige Pin-Up-Model (38) Vorwürfe zurück, sie sei geldgierig und wolle McCartney (64) bei der bevorstehenden Scheidung schröpfen.

Positive Imagekampagne

Britische Zeitungen werteten das Interview des US-Sender Extra TV am Mittwoch als durchaus wirksamen Auftakt einer Kampagne zur Image-Verbesserung. Mills hatte wochenlang eine schlechte Presse, nachdem Einzelheiten ihrer angeblichen Scheidungsklage durchgesickert waren, in der sie dem Ex-Beatle unter anderem Gewalttätigkeit vorwarf. "Ich habe nichts falsch gemacht, außer vielleicht, mich einst zu verlieben" (in Paul McCartney), sagte Mills nach Angaben der "Daily Mail" in dem Interview. "Ich bin einer guter Mensch", fügte sie hinzu. "Ich verliebte mich ohne jede Vorbedingung."

Nach dem "traumatischen Erlebnis" der Auseinandersetzungen um die Trennung, die McCartney im Mai bekannt gab, und die demnächst anstehende Scheidung sei sie fest entschlossen, nie wieder zu heiraten. "Eher würde ich zulassen, dass mir jemand sämtliche Gliedmaßen abschneidet." Mills hatte bei einem Motorradunfall einen Unterschenkel verloren.

Den wiederholt in britischen Medien erhobenen Vorwurf, sie versuche, bei der Scheidung so viel Geld wie irgend möglich zu erlangen, wies Mills zurück. "85 Prozent meiner Einkünfte kommen der Wohltätigkeit zu Gute. Das Wort "Goldgräber" passt dazu nicht. Wenn ich derart geldgierig wäre, dann hätte ich längst sehr viel Geld auf meinem Bankkonto. Dann wäre ich millionenschwer."

Die lang ersehnte Tochter steht im Mittelpunkt

Ebenso wies Mills in dem Interview Berichte als frei erfunden zurück, wonach sie eine Affäre mit ihrem 22-jährigen Fitness-Trainer Ben Amigoni habe. "Ich hatte keinen Liebhaber. Zudem konzentriere ich mich derzeit ganz auf meine Tochter", sagte das Ex-Fotomodell. Mills bekräftigte ihren Anspruch auf das Sorgerecht für die dreijährige Beatrice. Dass sie das Mädchen zur Welt gebracht habe, sei "die größte Errungenschaft" ihres Lebens gewesen. "Ich hatte das lange, lange vergeblich versucht - zwei Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter und sechs Fehlgeburten. Man sagte mir, ich könne niemals Kinder haben."

Nach Angaben britischer Medien arrangierte Mills das Interview in den USA, weil sie dort mit milderen und freundlicheren Fragestellern und auch mit einem eher sympathisch eingestellten Publikum rechnen konnte als daheim. "In Großbritannien fühlt sie sich wie eine Ausgestoßene", schrieb die "Daily Mail". Dagegen sagte Mills in dem Interview, sie habe sehr viel Zuspruch erfahren. Ihre Freunde hielten zu ihr. Und selbst Fremde sprächen ihr auf offener Straße Mut zu und umarmten sie.

DPA DPA

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