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Analyse

Meghan Markles Familie: Alle hacken auf dem Markle-Clan rum - dabei hätte das ganze Debakel verhindert werden können

Zwei Tage vor der royalen Hochzeit des Jahres gibt es nur ein Thema: Meghan Markles peinliche Familie. Aber wer ist eigentlich Schuld an der Seifenoper? Nur so viel: Die Familie alleine ist es nicht.

Meghan Markle Thomas Markle

Meghan Markles Familie - darunter ihr Vater Thomas - sorgen für mächtig Drama vor der Hochzeit. 

Ja, es war ziemlich dämlich von Vater, Paparazzi-Fotos zu stellen und womöglich daran Geld zu verdienen. Und ja, Markles Schwester Samantha macht sich seit Monaten mit ihren Sticheleien gegen die berühmte Schwester zum Affen. Aber all das hätte verhindert werden können. 

Meghan Markles und Prinz Harrys Hochzeit sollte perfekt sein

So viel vorweg: Kaum etwas wird im britischen Königshaus so minutiös und perfektionistisch durchgeplant wie öffentliche Auftritte. Und stehen in dieser Liste an oberster Stelle. Von dem Ort der Trauung, über die Gästeliste und das Kleid, die Trauzeugen, Blumenkinder und sogar die Dekorationen - alles wird sorgfältig ausgewählt. In diesem Jahr wird sogar darauf geachtet, dass die Blumen bei der Hochzeit bienenfreundlich sind. Man möchte ja schließlich keine Tierschützer gegen sich aufbringen. 

Familienfehde sorgt für Drama

Doch bei dem ganzen Planungs-Wahnsinn hat der Palast offenbar eines vergessen: Braut, Meghan Markle, ist eine bürgerliche Amerikanerin, deren Familienfehde schon kurz nach Bekanntwerden ihrer Beziehung für Furore gesorgt hatte. Eine Zusammenfassung: Da wären die Halbgeschwister, die es nicht leid werden, über ihre jüngere, berühmte Schwester zu lästern. Und das so öffentlich, wie es sich die britische Presse wohl kaum schöner hätte vorstellen können.

Dann gibt es da noch einen Vater, der, einst als Lichttechniker mit einem "Emmy" ausgezeichnet, sich mittlerweile weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat. Für gierige Paparazzi war von Anfang an ein gefundenes Fressen. Angeblich mietete sich eine Gruppe von Fotografen sogar ein Haus neben Markles Bleibe in Rosarito - einem tristen mexikanischen Ort etwa 60 Kilometer von der US-Grenze entfernt - um den 73-Jährigen mit ihren knipsenden Linsen zu stellen, wann immer er seinen Rückzugsort verlässt. 

Die Halbschwester motzt, der Vater ist im Krankenhaus

Angestachelt von besagter Lästerschwester traf Markle dann eine Entscheidung, die an Peinlichkeit kaum zu übertreffen ist. Er engagierte einen Fotografen, der ihn in einem besseren Licht darstellen sollte. Etwa 100.000 Tausend Pfund sollen die Schnappschüsse wert gewesen sein. Nachdem sein Plan aufflog und der Skandal seinen Lauf genommen hatte, verkündete er dem US-Klatschportal "TMZ", nun doch nicht zur Hochzeit reisen zu wollen und erzählte, er müsse sich am Herzen operieren lassen. 

Die motzende Schwester polterte derweil lautstark, Meghan könne ihr nicht den Mund verbieten, immerhin sei sie Amerikanerin und in den USA gäbe es schließlich noch immer so etwas wie "Freedom of Speech". 

Das Drama hätte verhindert werden können

Die Verantwortlichen aus der PR-Abteilung des Palastes versuchen in der Zwischenzeit stoisch, von dem Spektakel abzulenken und das Volk häppchenweise mit Infos über den großen Tag zu versorgen. Wer die Blumenkinder sind verkündeten sie gestern auf Twitter. Heute dokumentierten sie die Proben in der St George's Chapel in Windsor. Alles nach dem Motto: Was der Palast nicht kommentiert, passiert auch nicht. Dabei hat er eine gehörige Mitschuld an dem Drama, das sich da kurz vor der Vermählung seiner hoffnungsvollsten Royals abspielt. 

Denn statt die Augen zu verschließen und mühevoll zu versuchen, den peinlichen Anhang ihrer neuen "Prinzessin der Herzen" zu ignorieren, hätten sie die Markle-Familie von Anfang an ins royale Boot holen sollen. Das heißt nicht, dass die Halbgeschwister, Neffen, Nichten und wer da sonst noch alles lästert, eine Einladung zur Hochzeit bekommen sollten. Aber was Markles Anhang in den vergangenen Wochen und Monaten veranstaltet hat, ist das Resultat der Nichtbeachtung.

Niemand kennt die Presse so gut wie die Royals

Die PR-Experten des Königshauses kennen die britische Presse so gut wie sonst niemand. Die Beziehung der Royals mit den Yellow-Press-Blättern des Landes ist nicht erst seit dem Tod von Prinzessin Diana angespannt. Ihnen muss klar gewesen sein, wie hartnäckig sich die Reporter auf den Markle-Clan stürzen, und wie sie die Redefreudigkeit der Geschwister ausnutzen würden.

Direkt nach der Verlobung von Prinz Harry und der 36-Jährigen hätten sie das Paar zur Seite nehmen müssen, um die Vorgehensweise mit Markles Familie zu besprechen. Dass Harry seinen Schwiegervater erst jetzt, kurz vor der Hochzeit, kennen lernen sollte, war in Sachen Planung ebenso riskant wie illusorisch.

Wäre man von Anfang an geschlossen aufgetreten, hätte sich Markle, der in den Privatinsolvenz anmelden musste, womöglich gar nicht genötigt gefühlt, die Pressearbeit selbst in die Hand zu nehmen. Noch einfacher: Hätte man ihn vor Monaten nach England geflogen, dort in einer Privatunterkunft untergebracht, ihm einen PR-Spezialisten zur Seite gestellt - die Hochzeit am 19. Mai würde so glimpflich ablaufen, wie sich der Palast es wünscht.

Dass ausgerechnet Harrys Hochzeit nun zu einem Klatschspektakel wird, ist tragisch - denn seine Verachtung für die Presse ist kein Geheimnis. 

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