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Miss Kanada: Schön wie keine Zweite

Es war eine harte Konkurrenz, gegen die sie antreten musste. Doch am Ende überstrahlte Miss Kanada alle: Natalie Glebova aus Toronto wurde zur Miss Universum gekürt.

Die 23-jährige Natalie Glebova aus Kanada ist zur schönsten Frau der Welt gekürt worden. Die gebürtige Russin gewann am Dienstag in Bangkok den Titel der "Miss Universum 2005" und setzte sich damit gegen 80 andere Schönheiten aus aller Welt durch. Deutschlands Bewerberin, die türkischstämmige, 23-jährige Asli Bayram aus Köln, hatte es nicht in die Runde der letzten 15 Teilnehmerinnen geschafft. Vorjahressiegerin Jennifer Hawkins aus Australien setzte der brünetten, blauäugigen Glebova unter dem Beifall von mehr als 7000 Zuschauern in Thailands Hauptstadt die Diamantenkrone auf.

Die Studentin gewann den Wettbewerb gegen starke Konkurrenz: Das Finale der letzten fünf bestritten neben ihr die Teilnehmerinnen aus Puerto Rico, Venezuela, Mexiko und der Dominikanischen Republik, von denen zwei zu den Favoritinnen gezählt hatten. Die Kandidatinnen waren bereits am 10. Mai in Thailand eingetroffen und hatten das Land bereist.

Kaum im Amt wurde die neue Miss Universum gleich politisch. Nach ihrem Sieg lobte Gelbova die offene Einwanderungspolitik ihrer neuen Heimat Kanada, wohin ihre Familie vor zwölf Jahren gezogen war. "Das verhilft den Menschen zu einem neuen Leben", sagte die 1,79 Meter große Glebova.

Bikini-Fotos lösten Unmut aus

Auch in seinem 54. Jahr löste die Miss-Wahl eine religiöse Kontroverse aus. Öffentlichen Unmut hatte wurde in diesem Jahr eine Fotosession ausgelöst, bei der sich die Schönen im Bikini vor Bangkoks berühmtesten buddhistischen Tempeln hatten ablichten lassen. Konservativen Bewohner der Stadt hatte dies als Affront gegenüber dem Buddhismus empfunden.

Doch es gab auch Anzeichnen für einen Öffnung der konservativen Religionen gegenüber dem Schönheitswettbewerb: Zum ersten Mal seit neun Jahren war wieder eine Vertreterin Indonesiens ins Rennen gegangen, nachdem 1996 der damalige Machthaber Suharto die Teilnahme des nach der Bevölkerungszahl größten muslimischen Landes der Welt verboten hatte. Aus Rücksicht auf die religiösen Gefühle ihrer Landsleute hatte Artika Saru Devi bei ihren Auftritten einen Badeanzug dem Bikini vorgezogen.

DPA/Reuters / DPA / Reuters
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