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Monica Bellucci: Kurvenreiche Männerfantasie

Ehrgeiz und Glück - aber vor allem ihr Aussehen - haben Monica Bellucci geholfen, sich als Schauspielerin zu etablieren. Dabei braucht die erotische Italienerin selbst kaum mehr als fünf Minuten im Bad...

Die Gunst einer atemberaubenden Frau ist Kinostoff vom Feinsten - damit trumpft auch der französische Film "Wie sehr liebst du mich?" von Bertrand Blier (Kinostart: 31. August) auf. Die Attraktion dieser französischen Produktion ist Italiens Erotikexport Monica Bellucci, um die sich alles dreht und die alle Männer auf der Leinwand wie auch die im Parkett verzaubert.

Monica Bellucci ist einfach aufregend - eine Schauspielerin, die ihre Rolle als Männerfantasie zu spielen weiß. In den vergangenen Jahren hat sie für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Sie bot eine Renaissance des sinnlich-üppigen Schönheitsideals aus den Zeiten von Sophia Loren und Gina Lollobrigida. Zusammen mit diesen beiden Stars vervollständigt die dunkelhaarige Schönheit das Triumvirat italienischer Erotik. Der "Spiegel" sieht in ihr die "Wiederauferstehung der Venus", Alain Delon nennt sie "das schönste Geschenk, das Italien uns jemals gemacht hat".

"Ich habe nichts gegen Nacktheit"

Die italienische Schauspielerin zieht sich gerne für die Kamera aus. "Das macht mir Spaß", sagte die 43-jährige dunkelhaarige Schöne in einem Interview der Hamburger Illustrierten "Max". "Ich habe nichts gegen Nacktheit und bin gern die Muse für Fotografen oder Regisseure." In dem französischen Actionfilm "Der Pakt der Wölfe" ist Monica Bellucci als Prostituierte ganz nackt zu sehen.

Die schöne Schauspielerin, die nebenbei auch modelt, hat keine Probleme mit dem Image als verführerische Frau: "Die Körpersprache ist doch das bei weitem schönste Kommunikationsmittel der Welt." Sex auf der Leinwand finde sie erotisch, wenn er geschmackvoll und interessant gezeigt wird. "Und es muss einen dramatischen Bezug geben. Wenn jemand nur nacktes Fleisch ohne Sinn und Verstand zeigt, finde ich das vulgär", sagte die Schauspielerin. Wenn sie vor der Kamera posiert, schauspielere sie, erklärte Bellucci. "Sicher, es schmeichelt meinem Ego. Aber es ist doch eigentlich für jede Frau etwas sehr Natürliches, feminin zu sein."

Auch Tipps in Sachen Verführung hat die italienische Diva parat. Die größte Wirkung erreiche frau "mit Schüchternheit, einem scheuen Blick und harmonischen Bewegungen", erklärte Bellucci dem Magazin "InStyle". "Man ist als Frau nur dann interessant, wenn man seine Reize nicht forciert ausspielt", sagte die schöne Italienerin. Sich als Karikatur einer Sexbombe darzustellen, sei nicht der richtige Weg, wirklich Sexappeal auszustrahlen.

Bellucci bewundert deutsche Frauen

Monica Bellucci freut sich darüber, wenn Männer sie sexy finden. "Es ist wunderbar, begehrt zu werden", sagte die schöne Italienerin dem Magazin "InStyle". Allerdings habe sie in Deutschland einen "Exotenbonus". Sie falle mit ihren dunklen Haaren mehr auf als blonde deutsche Frauen. "In Italien würde ich völlig untergehen. Da ist eine Blondine der Knaller." Der Unterschied zwischen deutschen und italienischen Frauen sei einfach die Ausstrahlung. Deutsche Frauen "wirken sehr stark und sind viel selbstbewusster als wir Italienerinnen. Das bewundere ich sehr", sagt die Schöne. An italienischen Frauen schätzt die Schauspielerin besonders ihre Leidenschaft. "Allein, wie wir gehen, uns bewegen, sprechen - das ist ganz anders als bei deutschen Frauen. Wir sind entspannter und haben gleichzeitig ein großes Feuer in uns. Keine Hysterie, sondern eher eine natürliche Empfindsamkeit", so Bellucci.

Einen Mann findet die Schauspielerin anziehend, wenn er sie überraschen kann. "Ich mag Männer, die voller Energie und Vitalität sind. Sie müssen mir keine Juwelen und Diamanten schenken. Sie müssen das Leben lieben." Gut aussehen müssten sie "wirklich nicht". "Intelligenz und Witz ist mir viel wichtiger."

Zukunft liegt nicht in Hollywood

"Im Filmgeschäft wird heute viel zu viel Aufhebens um äußerliche Schönheit gemacht", findet Monica Bellucci. In einem Interview der Zeitschrift "Gala" kritisierte sie: "In Hollywood ist Jugend geradezu eine Obsession. Wenn Schauspielerinnen dort 40 werden, drehen sie durch. Das ist in den USA schon verdammt grausam: Ab einem bestimmten Alter ist man da aus dem Rennen." Bellucci selbst war nie ein Hungerhaken und findet ihre Rundungen ganz gut, sagte Bellucci der "Gala". "Ich bin unglaublich faul, wenn es um mein Äußeres geht", sagte die schöne Schauspielerin. "Ob Sie es glauben oder nicht: Im Bad bin ich immer relativ schnell fertig. Ich esse auch wahnsinnig gern." Die italienische Schauspielerin lebt damit ihre eigene Philosophie und beweist, dass Erotik keine Frage der Figur sondern der Ausstrahlung ist.

Der internationalen Karriere von Monica Bellucci hat vor allem Hollywood-Regisseur Francis Ford Coppola auf die Sprünge geholfen. Er verhalf der Italienerin im Jahr 1992 zu einer Minirolle in dem Horrorfilm "Bram Stoker's Dracula". "Als ich dann bei Coppola am Set war, Keanu Reeves, Gary Oldman und all die anderen tollen Leute traf, habe ich Blut geleckt", sagte die Schauspielerin der Filmzeitschrift Cinema. Danach schrieb sich Bellucci sofort bei einer Schauspielschule ein. Mit Ehrgeiz, Glück und zunächst kleinen Rollen, in denen ihr Aussehen mindestens genauso wichtig gewesen sei wie ihr Können, hat sie es dann geschafft, sich als Schauspielerin durchzusetzen.

Über sich selbst sagt Monica Bellucci: "Lust treibt mich voran, im Job und in der Liebe". In einem Interview der Filmzeitschrift Cinema erklärte Bellucci, dass sie gerne auf ihre erotischen Reize setzt: "Unterschätzen Sie nicht meinen Spaß, den ich empfinde beim Spiel mit der Erotik. Das ist meine Macht".

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AP/DPA/Reuters/fri / AP / DPA / Reuters