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Nach Missbrauchsvorwürfen: Netflix verschiebt neue Bill-Cosby-Sendung

Die Videoplattform Netflix wollte US-Schauspieler Bill Cosby ein Comedy-Special widmen. Doch wegen der Missbrauchsvorwürfe wird daraus erst einmal nichts. Netflix hat die Sendung verschoben.

US-Komiker Bill Cosby schweigt zu den Missbrauchsvorwürfen gegen ihn - jetzt hat eine weitere Frau Anschuldigungen erhoben.

US-Komiker Bill Cosby schweigt zu den Missbrauchsvorwürfen gegen ihn - jetzt hat eine weitere Frau Anschuldigungen erhoben.

Die Missbrauchsvorwürfe gegen den US-Komiker Bill Cosby werden immer lauter. Und erstmals wird der 77-Jährige auch mit Konsequenzen daraus konfrontiert.

Die Online-Videoplattform Netflix kündigte an, dass die Ausstrahlung einer neuen Comedy-Sendung ("Bill Cosby 77") nun verschoben werden soll, berichtete der "Hollywood Reporter". Sie hätte am 28. November laufen sollen.

Die Absage kam nur wenige Stunden, nachdem eine weitere Frau, das ehemalige Topmodel Janice Dickinson, Missbrauchsvorwürfe gegen Cosby erhoben hatte.

In einem Interview in der Sendung "Entertainment Tonight" am Dienstag warf die TV-Moderatorin dem Komiker vor, sie 1982 bei einem Treffen vergewaltigt zu haben. Sie habe dies in ihrer 2002 veröffentlichten Autobiografie bereits geschildert, die entsprechenden Passagen seien jedoch auf Anraten ihrer Anwälte gestrichen worden, sagte Dickinson weiter.

Cosby weist alle Vorwürfe zurück

Erst kürzlich waren Missbrauchsvorwürfe gegen den Star der TV-Serie "Die Bill Cosby Show" (1984-1992) erhoben worden. Eine Journalistin hatte am vergangenen Sonntag behauptet, Cosby habe sie 1969 als damals 19-jährige vergewaltigt. Zuvor hatte eine heute 58-Jährige den Schauspieler als "Sexualstraftäter" bezeichnet. Sie zählt zu einer Gruppe von Frauen, die bereits früher Missbrauchsvorwürfe gegen den Schauspieler erhoben hatten.

Cosby hat wiederholt alle Vorwürfe zurückgewiesen. "Herr Cosby will diese Anschuldigungen nicht würdigen, indem er sie kommentiert", schrieb sein Anwalt in einem Statement.

stb/DPA / DPA