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Oktoberfest 2014 Mit diesen Tricks kommen Sie auch in überfüllte Zelte


"Wegen Überfüllung geschlossen": Viele Festzelte auf dem Oktoberfest sind am Wochenende bereits am frühen Nachmittag so voll, dass keiner mehr reinkommt. So schaffen Sie's trotzdem.
Von Jens Maier, München

Für viele Münchner ist die Wiesn am Wochenende tabu. Warum sollten sie sich auch über die völlig überfüllte Theresienwiese quälen, wenn sie an Wochentagen viel entspannter feiern gehen können. Touristen haben diese Wahl meist nicht. Sie sind dem Wiesn-Wahnsinn an einem der drei Samstage ausgeliefert. Anstrengend sind nicht nur die Menschenmassen die sich vorbei an Fressbuden und Fahrattraktionen drängeln, sondern vor allem der Versuch, in eines der überfüllten Festzelte zu kommen. Meist sind diese bereits am frühen Morgen wegen Überfüllung geschlossen. Also lieber zu Hause trinken? Schmarrn. So können Sie auch am Wochenende einen Platz im Zelt ergattern:

1. Reservierung


Das ist die sicherste Methode, um garantiert ins Zelt zu kommen: Wer eine Reservierung hat, muss weder anstehen noch sich Sorgen um einen Platz machen. Das Problem ist allerdings, dass die meisten Reservierungen Monate im Voraus vergeben werden. Wer sich einen Platz für die Wiesn sichern möchte, muss also früh dran sein. Die Modalitäten für die Vergabe sind bei jedem Festwirt anders. Wer noch nie eine Reservierung hatte, sollte mit einem Platz unter der Woche anfangen. Erst danach darf man sich Hoffnungen auf einen Tisch am Wochenende machen.

2. Früh anstehen
Punkt neun Uhr werden am Wochenende die Zelte aufgemacht. Bereits dann versammeln sich vor den Zelten hunderte von Menschen. Ihr Ziel: einen Platz ergattern. Manche stellen sich sogar bereits um sieben Uhr an, um garantiert reinzukommen. Da es mehrere Zelteingänge gibt, sollten Sie sich einen der Nebeneinlässe aussuchen. Im Zelt angekommen unbedingt darauf achten, sich nicht an eine der reservierten Bänke zu setzen. Sonst sind Sie zwar drin, müssen aber um 11 Uhr wenn die Reservierungen kommen das Feld räumen.

3. Alleine kommen


Eine Clique von zwölf Jungs lässt kein Wachmann ins überfüllte Zelt. Die größten Chancen reinzukommen haben Sie, wenn Sie alleine unterwegs sind. Auch Zweier- oder Dreiergruppen sind noch okay, doch darüber hinaus wird's schwierig. Also teilen Sie sich besser auf und versuchen Sie an verschiedenen Eingängen Ihr Glück.

4. Den Wachmann bezirzen


"Ich habe drin meine Jacke vergessen" oder "Ich muss nur mal pinkeln": An dummen Ausreden, um ins Zelt zu kommen, haben die Wachmänner davor schon alles gehört. Das Problem ist allerdings: Sie funktionieren nicht. Machen Sie bloß nicht den Fehler, das Sicherheitspersonal zuzutexten. Der Wachmann ist gleichzeitig Türsteher. Er passt auf, dass keine Besoffenen ins Zelt kommen und wählt die Leute danach aus, ob sie ins Zelt passen oder nicht. Es hilft also, nicht in der Jogginghose vor ihm zu stehen. Wer Tracht trägt, ist meist im Vorteil. Auch Frauen haben's ein bisschen leichter. Suchen Sie Blickkontakt, schauen Sie den Wachmann nett an. Irgendwann wird er Ihren flehenden Blicken nachgeben. Bestechung funktioniert übrigens selten - im Gegenteil. Also besser die Finger davon lassen.

5. Auf kleine Zelte ausweichen
Zwar ist in den großen Festzelten mit bis zu 10.000 Sitzplätzen viel mehr Platz, aber sie sind auch am beliebtesten. Wenn es Ihnen nicht darauf ankommt, wo Sie feiern, suchen Sie sich eines der kleineren Zelte aus. Dort geht es am Eingang viel entspannter zu und man kommt auch ohne Reservierung rein.

6. Von drinnen nachholen


Sie kennen jemanden, der bereits im Zelt ist? Perfekt. Dann kommt's nur noch auf die Bedienung an. Ist diese zufrieden mit dem Umsatz, den sie bereits am Tisch ihres Freundes oder ihrer Freundin gemacht hat, ist sie bestimmt gerne bereit, noch jemanden von draußen nachzuholen. Vor allem, wenn sie ein gutes Trinkgeld dafür bekommt. Im Gegensatz zu den Wachleuten hat sie ja bereits eine Dienstleistung erbracht und darf Geld annehmen. Aber machen Sie es nicht zu plump. Erklären Sie ihr Ihren Wunsch und fragen Sie höflich.

7. Der Bändchen-Trick


Wenn Sie erst am Nachmittag kommen, können Sie versuchen, einen der Gäste, die das Zelt bereits verlassen, um sein Bändchen zu bitten. Besonders gut klappt das meist zum Reservierungswechsel gegen 17 Uhr. Allerdings muss er oder sie sein Einlassband so locker ums Handgelenk gebunden haben, dass es ohne kaputt zu gehen abgeht. Manche machen es von vornherein locker, um es hinterher verkaufen zu können. Ihre Chance. Aber lassen Sie sich dabei nicht vom Wachpersonal beobachten. Die Weitergabe von Bändchen ist nicht erlaubt. Oftmals werden die Bändchen auch vom Balkon fallengelassen, um jemanden ohne Band reinzuholen. Doch dann sollten Sie schnell sein und sich bloß nicht erwischen lassen.

8. Schwarzmarkt


Obwohl die Reservierung eigentlich nur aus Verzehrgutscheinen besteht und daher an sich kein Geld kostet, werden bei Online-Auktionshäusern Tische für mehrere hundert Euro versteigert. Doch Vorsicht: Hier sind oft Betrüger unterwegs. Die Reservierung ist außerdem mit einem Namen verbunden. Also lassen Sie lieber die Finger von den völlig überteuerten Schwarzmarkt-Tickets.


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