Olga Kurylenko und Gemma Arterton Das sind die neuen Bond-Girls


Fast genauso wichtig wie die Actionszenen bei jedem neuen Bond-Film sind die Girls, die dem smarten Geheimagent zur Seite stehen. In "Ein Quantum Trost" hat er zwei Damen: die Ukrainerin Olga Kurylenko und die Britin Gemma Arterton, beide noch sehr unbekannt.

Zwei Bond-Girls bekommt James Bond in "Ein Quantum Trost" zur Auswahl: Die ukrainische Schönheit Olga Kurylenko, die Bond als Widersacherin Camille das Leben schwer macht. Außerdem gibt es noch die Britin Gemma Arterton, die ihn als Agentin Fields eigentlich vom Dienst suspendieren sollte, dann aber in seinem Bett landet und bald darauf das Zeitliche segnet.

Als im Januar durchsickerte, dass neben Kurylenko Arterton als weiteres Bond-Girl verpflichtet werde, berichtete der britische Sender BBC, "der Part der dunkelhaarigen Ukrainerin überschatte den von Arterton deutlich." Würde man die Minuten zählen, in denen beide auf der Leinwand zu sehen sind, käme man in der Tat auf ein eindeutiges Ergebnis: Während Kurylenko beinahe den ganzen Film über eine tragende Rolle spielt, hat Arterton nur einige Szenen mit dem Geheimdienst-Recken. Doch was die BBC im Januar noch nicht wusste: Arterton stirbt einen spektakulären Filmtod, ähnlich wie Shirley Eaton, die 1964 in "Goldfinger" die Jill Masterson spielte.

Masterson starb, weil ihr Körper mit Gold überzogen wurde und sie damit erstickte. Eine Filmszene, die allen Bond-Fans bis heute in Erinnerung geblieben ist - und das obwohl auch Eatons Auftritt nur Minuten dauerte. Gemma Arterton war zwar bisher nur an der Seite von Rupert Everett in der Komödie "St. Trinian's" zu sehen und hat kürzlich den Streifen "RocknRolla" unter der Regie von Guy Ritchie abgedreht, aber sie ist dabei, den Erfolg von Masterson zu wiederholen.

Ihr Filmtod sei außerordentlich "klebrig", sagte Arterton der britischen Tageszeitung "Daily Mail". "Ich konnte mich nicht bewegen. Ich konnte nichts sehen, ich konnte weder atmen noch hören, da Flüssigkeit in meine Ohren lief", führte die Britin weiter aus. Agentin Field stirbt, weil sie über und über mit Rohöl übergossen wird. "Nicht gerade angenehm, aber es war etwas, an das ich mich immer erinnern werde, und es wird eine unvergessliche Szene im Film werden," sagte Arterton und beansprucht damit indirekt den Thron als wahres Bondgirl des neuen 007-Abenteuers.

Auch die 22-jährige Arterton landet mit Bond im Bett

Und noch eine Besonderheit des Films könnte Arterton Recht geben: 52 Bondgirls haben seit 1962 Bond zur Seite gestanden oder versucht, ihn umzubringen. Eines war allen - von Ursula Andres bis Eva Green - stets gemein: Sie landeten mit Bond im Bett.

Die Ausnahme davon heißt Olga Kurylenko. "Camille ist das einzige Bondgirl in der Geschichte der Filme, das nicht mit Bond schläft", sagt Camille-Darstellerin Olga Kurylenko nicht ganz ohne Stolz. Als absolutes Bondgirl könnte das allerdings ein Fehler sein, den Agentin Field nicht gemacht hat.

Kurylenko hat noch in keinerlei großen Filmproduktionen mitgewirkt, einzig in der Computerspielverfilmung "Hitman - Jeder stirbt für sich alleine" konnte man sie als kahlköpfigen Killerin sehen. Eine gute Einstimmung für den Bond, denn als verführerische Muse ist ihre Rolle nicht angelegt, vielmehr kann sie dem Geheimagentin in Sachen Zähigkeit und Wagemut durchaus das Wasser reichen.

Harte Kritik musste die 28-Jährige Kurylenko kürzlich auch schon einstecken: Es sei "unpatriotisch", so polterte die Kommunistische Partei in Russland, sich als "Mätresse des Volksfeindes James Bond" zu verdingen. Ihr Ruhm sei billig und kurzlebig, heißt es in dem Statement. Inwieweit Kurylenko tatsächlich Kapital schlagen kann aus ihrer Rolle, das wird sich zeigen. Die Mehrzahl der Bond-Girls war keine große Karriere beschieden. Aber vielleicht haben sie sich zu schnell von Bond flachlegen lassen - Kurylenko könnte Senkrechtstarterin werden.

mai/kbu/DPA DPA

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