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Wegen Frankfurt-Attacke: "Gefühlskalter Abschaum": Oliver Pocher legt sich auf Twitter mit der AfD an

Die AfD nutzt die tödliche Attacke in Frankfurt, um gegen Angela Merkels Flüchtlingspolitik zu wettern. Oliver Pocher – eigentlich für seine Witze bekannt – findet auf Twitter klare Worte. 

Oliver Pocher legt sich mit der AfD an

Oliver Pocher legt sich mit der AfD an

Getty Images

Es dauerte nicht lange, da nutzte die AfD den Vorfall in Frankfurt für ihre eigene politische Agenda. Nachdem bekannt wurde, dass es sich bei dem Täter vom Frankfurter Hauptbahnhof um einen Mann aus Eritrea handelt, nutzte Franktionsvorsitzende Alice Weidel die Tat, um bei Twitter gegen die deutsche Politik zu wettern. "(W)as muss noch passieren? Schützt endlich die Bürger unseres Landes - statt der grenzenlosen Willkommenskultur!", schrieb sie auf der Plattform. 

Oliver Pocher legt sich mit der AfD an

Weidels Beitrag sorgte im Netz für heftige Reaktionen. Auch Comedian Oliver Pocher – eigentlich ein Fan der seichten Unterhaltung – nahm ihn zum Anlass, um gegen die Partei Stellung zu beziehen. "Die Herkunft des Täters mit dieser Straftat in Verbindung zu bringen, um hier rechtspopulistische Weisheiten zu verbreiten, ist einfach nur dumm und ekelhaft", antwortete er und löste damit einen regelrechten Twitter-Krieg aus.

Denn der Account des AfD-Landesverbandes antwortete dem TV-Darsteller prompt, schrieb: "Sehr christlich von Oliver Pocher, sich um den Leumund eines Kindermörders zu kümmern."

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Er ließ sich provozieren

Pocher ließ sich provozieren und antwortete dem Account. "Inhaltlich komplett falsch! Aber in Tatsachen verdrehen kennt Ihr Euch ja aus", schrieb er und wurde dann noch eindeutiger: "Ihr seid auch keine Alternative für Deutschland sondern einfach nur ein gefühlskalter Abschaum." Anschließend forderte er den Schreibenden auf, nicht mit einem allgemeinen Partei-Account zu twittern, sondern mit eigenem Namen.

Darauf antwortete Karsten Woldeit, innenpolitischer Sprecher der AfD. Er bekäme als Innenpolitiker mit, "was läuft", ließ er Pocher wissen. "Es gibt einen feinen Unterschied zwischen Meinung und Hetze", argumentierte Pocher. "Distanzieren Sie sich von rechter Gewalt, erkennen Sie den Klimawandel an und geben sie jede Parteispende an", forderte er Woldeit auf.

"24 Stunden AfD Schelte"

Woldeit blieb nicht der einzige AfD-Politiker, mit dem Pocher auf Twitter diskutierte. Denn auf Alice Weidels Tweet folgte ein weiterer, nicht weniger empörender Beitrag der Abgeordneten Verena Hartmann. Sie schrieb auf dem Kurznachrichtendienst: "Frau Merkel, was wollen Sie uns noch antun? Sie werden nie wissen, was es bedeutet, Mutter zu sein, weder für ein Kind, noch für dieses Land! Aber ich verfluche den Tag Ihrer Geburt!"

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Pocher – wie viele andere User auf Twitter – war entsetzt. "Solange solche Abgeordnete, die 'den Tag der Geburt von Frau Merkel verfluchen', im Bundestag für die AfD sitzen, braucht man mit Euch nicht zu diskutieren", schrieb er. Über 24 Stunden ging der Twitter-Zoff zwischen dem Comedian und der Partei. Pocher resümierte das Geschehen in gewohnt humorvoller Manier: "Nach so 24 Stunden AfD-Schelte können wir uns hier nicht wieder über wichtige Sachen unterhalten, wie zum Beispiel 'Das Sommerhaus der Stars', den 'Wendler Freundin Geburtstag' oder die anstehende Klum-Hochzeit!?", bat er seine Abonnenten. 

Quellen: Twitter Oliver Pocher / Twitter Alice Weidel 

ls