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US-Schauspielerin #StopAsianHate: Darum platzt "X-Men"-Star Olivia Munn der Kragen

Olivia Munn
Schauspielerin Olivia Munn engagiert sich gegen Rassismus
© Faye Sadou/ / Picture Alliance
Seit Wochen weist Olivia Munn auf den Hass hin, der Asiaten in den USA entgegenschlägt. Der Amoklauf in einem asiatischen Massagesalon in Georgia bringt sie nun zur Verzweiflung - auch wegen des Umgangs der Medien.

Das Klima für Asiaten oder asiatisch-stämmige Menschen ist in den USA schon seit Längerem bedrohlich. Nicht zuletzt war es der vorherige Präsident Donald Trump, der das Covid-19-Virus als "the Chinese virus" bezeichnete und damit den Hass auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe in den Vereinigten Staaten entfachte. Seit einiger Zeit gibt es eine Kampagne, die sich dagegen zur Wehr setzt. Unter dem Hashtag #StopAsianHate setzen sich zahlreiche Prominente und Mitbürger dafür ein, die Anfeindungen gegen Asiaten zu beenden.

Eine der stärksten Fürsprecherinnen dieser Bewegung ist die Schauspielerin Olivia Munn, nicht zuletzt aus ihrer Rolle bei "X-Men: Apocalypse" bekannt. Die 40-Jährige ruft seit Wochen auf ihrem Instagram-Profil dazu auf, die Attacken auf Asiaten in Amerika zu beenden. Auch in TV-Interviews macht sie auf das Problem aufmerksam, dass viele Asiaten in den USA mittlerweile Angst hätten, auf die Straße zu gehen: "Es ist echt enttäuschend gewesen, zu sehen, wie alle darüber geschwiegen haben", sagte Munn im Interview mit dem TV-Sender NBC. "Wenn man gegen Rassismus ist, dann muss man auch dagegen sein, was derzeit mit den asiatischen Amerikanern geschieht."

Eine Mordserie im Bundestaat Georgia hat die Schauspielerin nun richtig aufgebracht - denn sie zeigt, wie real die Bedrohung für asiatischstämmige Menschen in Amerika wirklich ist. Im Großraum Atlanta soll ein 21-Jähriger in asiatischen Massagesalons insgesamt acht Menschen erschossen haben. Die meisten Opfer sind asiatischer Abstammung. 

Olivia Munn wird wütend

Der mutmaßliche Täter gab als Motiv Sexsucht an - was viele Medien zunächst so übernahmen. Olivia Munn platzte deshalb der Kragen. In einem Instagram-Posting verurteilte sie die Berichterstattung sowie die Art, in der sich Menschen in sozialen Medien zu dem Verbrechen geäußert haben. 

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Sie sei Menschen leid, die die Taten weißer Terroristen entschuldigen würden mit Sätzen wie "er war sexsüchtig" oder "er hatte einen schlechten Tag". Sie benannte die Mordserie als "Hassverbrechen gegen asiatische Frauen".

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Für ihren flammenden Appell erhielt Munn viel Zuspruch: Mehr als 42.000 Mal wurde der Beitrag bislang geliked. Das ist nicht wenig. Als sie vergangene Woche ein Hundefoto postete, erhielt dies allerdings deutlich mehr Likes. Es sieht ganz so aus, als müsse Olivia Munn noch viel Überzeugungsarbeit leisten.

Verwendete Quelle: Instagram

che

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