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Parfümerie: Jungfrauenduft und Jauchenaroma

Tief einatmen: Der Pariser Konzern Thierry Mugler bringt den Duft zum Film "Das Parfum" heraus - 15 mörderische Aromen zu Patrick Süßkinds Geschichte eines Serienmörders.

Von Christine Mortag

Wie riecht eigentlich echte Jungfrau? Eine Orgie? Oder Höhlenluft? Drei Jahre lang haben die beiden Parfümeure Christophe Laudamiel und Christoph Hornetz, an Schlüsselessenzen zu Süßkinds Bestseller "Das Parfum" getüftelt. Jetzt verkauft Thierry Mugler die Geschichte des Serienmörders in 15 kleinen Dosen zum Nachschnuppern - das Riech-Drama von Grenouille, der 1738 als Waise auf dem Fischmarkt in Paris zur Welt kommt und für den ultimativen Duft 25 Jungfrauen tötet.

Geht das? Einen historischen Krimi in Flakons zu bannen? Ob es gelungen ist, zeigt die erste Schnüffelprobe: In einer schummrigen Kellerbar des Münchner "Vier Jahreszeiten" öffnet Christophe Laudamiel das erste Fläschchen. "Paris 1738" steht darauf und - es stinkt. So erbärmlich, wie es damals eben roch in Europas dreckigster Metropole, als es noch keine Toiletten gab.

Da wurden doch nicht etwa Exkremente und faule Eier eingearbeitet? "Nein, nein", sagt der 37-jährige Franzose. "In Schwarzer Johannisbeere gibt es Duftnoten, die der des Urins ähneln. Bestandteile der Pampelmuse riechen nach Schweiß, Papaya nach Erbrochenem und dunkle Schokolade nach schmutzigen Körpern."

Wie Jungen vor ihrem ersten Chemiebaukasten haben die beiden Nasen experimentiert: Ohne Rücksicht mischten sie Kürbisbrei, gedünsteten Reis oder Essig in die Essenzen. Sie verwendeten Moleküle, die nach Kopulation riechen. Kombinierten für den Grottenduft "Ermite" Moos, Pilze und Patschuli, testeten zehn Mirabellenschnäpse.

Um den Duft zarter Babyhaut zu simulieren, liehen sie sich von einer Flavouristin, die für die Lebensmittelindustrie Geschmacksverstärker herstellt, das Aroma von Crème fraîche und fügten den Geruch von fettarmer Milch, braunem Zucker und Butterkeksen hinzu. "Zur Einstimmung", erklärt der 30-jährige Christoph Hornetz, "rochen wir an meinen Nichten, die gerade zur Welt gekommen waren."

Für das Projekt gingen sie auch an berufsethische Grenzen: Damit der Duft "Virgin Number One" wirklich an Unberührtheit erinnert, ließen sie den Geruch rund um den Bauchnabel einer Jungfrau mit der so genannten Headspace-Methode einfangen, einer Art modernem Molekülstaubsauger. "Bisher hat sich da niemand rangetraut", sagt Laudamiel.

Mittlerweile riecht es im Gewölbe beeindruckend nach Massenorgie an einer Käsetheke. Flakons mit so übel riechendem Inhalt hat es in Parfümerien bisher nicht gegeben. "Man muss Mut haben, nicht allen zu gefallen", sagt Vera Strübi, Präsidentin von Thierry Mugler Parfums. "Für uns geht es ums Image, verdienen werden wir damit nichts."

Für den Avantgarde-Duft, das Parfum zum "Parfum", fehlte ihr anfangs die visionäre Nase. Dann aber fand sie Christophe Laudamiel, der in New York für International Flavors & Fragrances (IFF) arbeitete, den größten Riechstoffhersteller der Welt. Er bastelte schon seit 2000 an der Duftinterpretation des "Parfum": "Aus Leidenschaft, andere gehen Golfen, ich spiele auf der Parfumorgel."

Vor knapp drei Jahren stieß auch Christoph Hornetz zu dem Projekt. Der Saarländer hatte Laudamiel auf dem Kölner Karneval kennen gelernt. Damals war er noch Krankenpfleger. Aus Liebe zu dem Parfümeur und zur Parfümerie ließ er sich in New York kurzerhand umschulen.

Denn Laudamiel, mit Irokesensträhne, Blumenhemd und Jeans, gilt als Enfant terrible unter den Dufterfindern. Der Chemiker hatte Lehraufträge in Harvard und am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und lässt als Dozent an der Hochschule der Künste in Berlin seine Studenten munter den Geruch von Converse-Turnschuhen mit Kaktus kreuzen. Oder Rhabarber mit Klebstoff. "Jasmin oder Katzenpipi, für mich riecht alles interessant", sagt er. "Außer Rote Beete. Die hasse ich."

Wie weit geht ein Parfumeur eigentlich auf der Suche nach dem perfekten Duft? Könnte er dafür auch töten? "Ich mag es schon nicht, wenn Tiere für die Parfümerie getötet werden", entrüstet sich Laudamiel, der aktives Mitglied der Umweltorganisation WWF und der französischen Liga für Vogelschutz ist. "Höchstens Insekten." Im Augenblick befasst sich der Franzose nämlich mit neuem Anrüchigem: dem Geruch von Wanzen.

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Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?