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Kindererziehung: Peer Kusmagk fordert Betreuungsgeld für Eltern, deren Kinder nicht in Kitas kommen

Peer Kusmagk und Janni Hönscheid haben sich dazu entschieden, ihre zwei Kinder nicht in Kitas unterzubringen. Dass es für solche Fälle keinen finanziellen Zuschuss vom Staat gibt, findet Kusmagk nicht richtig. 

Peer Kusmagk und Janni Hönscheid

Peer Kusmagk und Janni Hönscheid mit ihrem Sohn Emil-Ocean

Picture Alliance

Vor einigen Tagen erklärten Peer Kusmagk und Janni Hönscheid, warum sie ihre zwei Kinder vorerst nicht in Kitas bringen wollen. Hönscheid sagte im RTL-Interview, es habe sich für sie "falsch angefühlt", bereits nach einem Kita-Platz zu suchen, während ihr Sohn Emil-Ocean noch gar nicht geboren war. Kurze Zeit später habe sie eine Kita-Gruppe mit zwei Erzieherinnen gesehen, die die Kinder ausgeschimpft hätten. Das sei für sie ein "trauriges Bild" gewesen, weshalb sie sich selbst zuhause um Emil-Ocean und die im vergangenen Jahr geborene Yoko kümmern wolle.

Peer Kusmagk fordert Zuschuss für Eltern, die zu Hause bleiben

Dass dieses Modell vom Staat nicht finanziell unterstützt wird, findet Kusmagk falsch. "Das ist so unverständlich, ehrlich gesagt. Und das ist für alle Frauen, die sich zu Hause um ihre Kinder selbst kümmern, einfach wie ein Schlag ins Gesicht", sagt der ehemalige Dschungelcamp-Sieger RTL. 

Das 2013 eingeführte Betreuungsgeld wurde zwei Jahre später vom Verfassungsgericht wieder zurückgenommen. Jedes Land müsse selber darüber entscheiden, hieß es, was dazu führte, dass Eltern sowohl in Bayern als auch in Sachsen den Zuschuss beantragen können. Kusmagk und Hönscheid wohnen allerdings in Berlin.

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"Wertvolle Arbeit"

"Und dazu kommt noch, wenn du dich dafür entscheidest, einen Kita-Platz in Anspruch zu nehmen, dann bekommst du sogar Geld in der Zeit bis dein Kind in die Kita geht. Wenn du aber entscheidest, dass dein Kind nicht in die Kita geht, bekommst du auch dieses Geld nicht", moniert der 44-Jährige. 

Und Hönscheid kritisierte, die Erziehungsarbeit würde nicht gut genug wertgeschätzt werden. Es sei eine "wertvolle Arbeit, die man da leistet". 

Kritiker des Betreuungszuschusses befürchten, das Modell könnte alte Rollenbilder wieder bestärken: Die Mutter übernimmt die Kinder und die Erziehung, der Vater geht arbeiten. 

Quelle: RTL

ls