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TV-Moderator: Peer Kusmagk beichtet schweres Alkoholproblem

TV-Moderator Peer Kusmagk kämpfte jahrelang gegen seine Alkoholsucht. Bis zu drei Flaschen Wein trank der 44-Jährige pro Tag. Gerettet hat ihn die Ehe mit Surferin Janni Hönscheid.

Peer Kusmagk und seine Frau Janni Hönscheid

Peer Kusmagk und seine Frau Janni Hönscheid

DPA

"Mit einem Alkoholiker will keiner zusammen sein", sagt TV-Moderator Peer Kusmagk und weiß offenbar nur allzu gut, wovon er spricht. Denn wie er nun in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung öffentlich gemacht hat, habe er jahrelang das Leben eines Alkoholikers geführt. "Ab einem gewissen Punkt konnte ich nicht mehr ohne Alkohol", gesteht der 44-Jährige. Als Gastronom - 2006 eröffnete er ein Restaurant in Berlin - habe er "jeden Tag getrunken". Bis zu drei Flaschen Wein hätten es an einem Abend durchaus sein können.

Peer Kusmagk war fünf Jahre lang Alkoholiker

"Manchmal war ich morgens schweißgebadet, habe gezittert und hatte nur noch den Gedanken im Kopf, wie ich schnell und vor allem unauffällig wieder etwas trinken kann", erzählt Kusmagk weiter. Mindestens fünf Jahre lang habe der Alkohol die Kontrolle über sein Leben gehabt. Die Erleuchtung sei schließlich 2011 im RTL-Dschungelcamp gekommen. "Hier ist mir tatsächlich zum ersten Mal bewusst geworden, dass meine Gedanken um Alkohol kreisten, wenn er nicht verfügbar war."

Bis Kusmagk einen Entzug machte, dauerte es aber noch. Erst im Jahr 2014 habe er drei Monate in einer Klinik nördlich von Berlin gegen die Sucht angekämpft - mit Erfolg. "Eine brutale, aber sehr heilsame Zeit", erinnert er sich. Mit dem Entzug allein sei es aber noch nicht getan gewesen. Der TV-Moderator trennte sich nicht nur von seinem Restaurant, sondern auch von vielen seiner Freunde, mit denen er regelmäßig Alkohol trank.

Die Ehe mit Janni Hönscheid rettete Peer Kusmagk

2016 nahm Kusmagk an der TV-Datingshow "Adam sucht Eva - Promis im Paradies" teil, wo er auf Surferin Janni Hönscheid traf. Die beiden verliebten sich und heirateten. Sein altes Leben vor ihr leugnen wollte und konnte der heute 44-Jährige nicht.

Zu jener Zeit sei er noch dabei gewesen, sich "ein neues Leben ohne Alkohol anzutrainieren". Außerdem habe er schnell bemerkt, dass Hönscheid die Frau fürs Leben ist. "Bei ihr musste ich mit offenen Karten spielen und alles zugeben", sagt Kusmagk. Er nennt die Mutter seiner zwei Kinder heute seinen "Rettungsanker". An Alkohol würde er nicht mehr denken - "mir schmeckt's auch gar nicht mehr".

SpotOnNews