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Polizeibericht zu Ryan Dunn: "Jackass"-Star fuhr mit 225 km/h in den Tod

Während die "Jackass"-Familie ihre Trauerfeier abgehalten hat, bestätigte die Polizei: Ryan Dunn war betrunken, als er verunglückte. Derweil nimmt der Fankult bizarre Ausmaße an.

Die Bezeichnung "private Trauerzeremonie" ist nicht ganz passend. Die "Jackass"-Familie ist am Mittwochnachmittag (Ortszeit) bei einem Bestattungsunternehmen in West Chester im US-Bundessstaat Pennsylvania zusammengekommen, um von Ryan Dunn Abschied zu nehmen. Das Interesse am Tod des Selfmade-Stuntman, der am Montagmorgen tödlich verunglückte, ist so groß, dass der private Augenblick zu einem öffentlichen wurde. Ob das versteinerte Gesicht von Johnny Knoxville oder die Tränen von Dunns bestem Freund Bam Margera: Jedes Detail wurde gefilmt, fotografiert, beobachtet. Das Spiel wird sich wiederholen, wenn Dunn Ende der Woche beigesetzt wird.

Etwa zeitgleich zur Trauerfeier gab die Polizei erste Ergebnisse der Bluttests bekannt. So hatte der 34-Jährige mehr als doppelt so viel Alkohol im Blut wie erlaubt, als er mit seinem Porsche in ein Waldstück krachte und der Wagen in Flammen aufging. Ob der Aufprall oder das Feuer Dunn und seinen Beifahrer, den 30-jährigen Irak-Veteranen Zachary Hartwell, tötete, ist noch unklar.

Mit 225 Km/h in die Bäume

Laut Polizeiangaben war Dunn mit etwa 140 mph (225 km/h) unterwegs auf einer Strecke, deren Limit bei 55 mph (89 km/h) liegt. Vor seinem tödlichen Unfall habe Dunn 23 Straftickets gesammelt, zehn davon gab es wegen Geschwindigkeitsübertretung. Einmal sei er auch wegen betrunkenen Fahrens verhaftet worden, berichtet die "Daily Mail".

Der Kult um Dunn nimmt bizarre Formen an: Neben Fans und Freunden, die der Toten gedenken und Blumen, Kerzen und Fotos ablegen, kommen mittlerweile auch Diebe an die Unfallstelle. Sie suchen angeblich nach Wrackteilen, die sie im Netz versteigern wollen.

Wrackteile auf Ebay

Ebenso geschmacklos-bizarr ist die Ankündigung einer Baptistenkirche in Kansas, die die große Aufmerksamkeit für eigene Zwecke nutzen will. Man werde bei der Beerdigung Dunns demonstrieren, denn: "Ryan Dunn ist in der Hölle". Man wolle die Beerdigung zum Anlass nehmen, die Menschen davor zu warnen, "mit Sünden nicht zu spaßen, Gott zu fürchten und zu gehorchen". Die Polizei sei vorbereitet, gegen etwaige Störer vorzugehen, zitiert CNN den Bestatter, schließlich sei es keine öffentliche Bestattung.

Die Kameras werden ihren Weg trotzdem finden.

sal