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Angeklagter Prinz Prinz Andrew: Können Royals Gefängnisstrafen bekommen?

Prinz Andrew
Für Prinz Andrew könnte es 2022 noch vor Gericht gehen
© Mark Richards/WPA / Getty Images
Die Klage gegen Prinz Andrew wirft Fragen auf: Was könnte auf den Royal zukommen? Und wie werden Mitglieder des Königshauses verurteilt?

Für Prinz Andrew ist die aktuelle Situation mehr als heikel. Der Zivilklage von Virginia Roberts Giuffre wurde vom Gericht in den USA stattgegeben, jetzt muss sich der Royal verteidigen. Dabei ist er auf sich allein gestellt. 

Prinz Andrew: Was auf ihn zukommen könnte

Der Buckingham Palast hat bereits mitgeteilt, dass Andrew für die Anwaltskosten selbst aufkommen muss. Seit einiger Zeit schon ist der Sohn von Queen Elizabeth II. daher dabei, sein luxuriöses Ski-Chalet in der Schweiz zu verkaufen. Rund 17 Millionen Pfund soll ihm das Anwesen im besten Fall einbringen. Geld, das er bitter benötigt. 

Laut verschiedener Quellen, die mit der "New York Post" gesprochen haben, hat Andrew nicht vor, für seine Aussage in die Vereinigten Staaten zu reisen. Stattdessen will er angeblich live aus London zugeschaltet sein. Es wäre zu argumentieren, dass ein außergerichtlicher Vergleich mit Virginia Roberts Giuffre den kleinsten Schaden auslösen würde. In dem Fall müsste Andrew der Klägerin, die ihm Missbrauch vorwirft, eine hohe Summe Geld zahlen. Im Gegenzug wäre die Klage vom Tisch und vermutlich auch weitere Rechtsstreitereien in der Zukunft. 

Können Royals ins Gefängnis?

Kommt es stattdessen zu einem größeren Zivilprozess, könnte Andrew an dessen Ende schuldig gesprochen werden. Da es jedoch kein strafrechtliches Verfahren ist, steht eine Gefängnisstrafe nicht zur Debatte. 

Prinzipiell wäre Andrew als Royal davor nicht geschützt. Jedes Mitglied der königlichen Familie könnte strafrechtlich verfolgt werden und im Gefängnis landen – mit einer Ausnahme. Queen Elizabeth II. genießt per Gesetz souveräne Immunität sowie diplomatische Immunität. Die Königin zu belangen ist also äußerst schwierig. Auf der Website des Palastes steht: "Obwohl zivil- und strafrechtliche Verfahren nach britischem Recht nicht gegen den Souverän als Person eingeleitet werden können, achtet die Königin darauf, dass alle ihre Aktivitäten in ihrer persönlichen Eigenschaft in strikter Übereinstimmung mit dem Gesetz durchgeführt werden."

Prinzessin Anne wurde verurteilt

Und obwohl Prinz Andrews Fall der skandalöseste der jüngeren Geschichte ist, gab es auch schon andere Urteile gegen Royals. Im Jahr 2002 wurde seine Schwester, Prinzessin Anne, verurteilt, nachdem ihr Terrier Dotty zwei Kinder während eines Parkspaziergangs gebissen hatte. Anne musste eine Geldstrafe von 500 Pfund und eine Entschädigung von 250 Pfund zahlen.

Ein Fall, der der Queen vermutlich nur ein müdes Lächeln entlockte. Prinz Andrew hat sie hingegen bereits bestraft und ihm seine Militärtitel entzogen. Was jetzt noch folgen könnte wäre, dass der Royal auch seinen Titel Herzog von York und den Titel Prinz abgeben muss. 

Quellen: "New York Post" / "Mirror"

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ls

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