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Buckingham Palast: Prinz Andrew empfing sie im Bademantel: Masseurin erzählt von Treffen mit dem Royal

Kurz bevor das Interview mit dem mutmaßlichen Epstein-Opfer Virginia Roberts ausgestrahlt wird, hat eine Masseurin über Epstein, Ghislaine Maxwell und Prinz Andrew ausgepackt.

Prinz Andrew

Prinz Andrew hat sich in seinem TV-Interview um Kopf und Kragen geredet

DPA

Ginge es nach den britischen Royals, könnte man den Montagabend vermutlich geflissentlich ignorieren. Denn - so viel ist schon jetzt sicher - es wird kein guter Abend für die britische Monarchie werden. Zwei Wochen, nachdem sich Prinz Andrew in seinem eigenen BBC-Interview blamiert hat, strahlt der Sender Montagabend ein Gespräch mit Epstein-Opfer Virginia Roberts aus. Und als wäre das nicht genug, hat sich jetzt noch eine Masseurin zu Wort gemeldet. Monique Giannelloni wurde Anfang der 2000er regelmäßig von der Epstein-Vertrauten Ghislaine Maxwell beauftragt. Und auch Prinz Andrew lernte sie damals kennen.  

Prinz Andrew: Masseurin spricht über die laschen Sicherheitsvorkehrungen im Palast

Der "Daily Mail" hat Giannelloni erzählt, dass sie einst in den Buckingham Palast bestellt wurde. Von keinem Geringeren als Prinz Andrew selbst. Sie war für eine Massage engagiert worden. Der "Daily Mail" hat die Frau sogar die Abrechnung des Palastes vorgelegt - 75 Pfund habe sie für ihre Dienste bekommen. Was die Frau allerdings heute noch verwundert, ist die Tatsache, dass sie damals kaum Security-Checks durchlaufen musste. "Es war so einfach, in den Palast zu gelangen, und es beunruhigte mich, weil ich jeder hätte sein können. Ich wurde nicht von einem Royal Protection Officer angesprochen und habe überhaupt keine Fragen gestellt bekommen", erinnert sie sich. 

Prinz Andrew habe sie an seiner Schlafzimmertür in einem Bademantel empfangen. Ghislaine Maxwell habe sie damals an den Prinzen vermittelt. "Ich stelle dir jemanden vor, der berühmter ist als Gott", habe Maxwell ihr gesagt. Maxwell selbst habe Giannelloni immer als sehr arrogant und prätentiös empfunden. 

Unglückliches BBC-Interview: Missbrauchsskandal: Prinz Andrew redet sich um Kopf und Kragen

Während es natürlich nicht illegal ist, eine Masseurin zu engagieren, zeigt auch diese Erzählung, wie eng das Verhältnis zwischen Prinz Andrew, Maxwell und Epstein wirklich war. Und es dürfte dem Palast nicht gefallen, dass immer mehr Details über die Freundschaft ans Licht kommen.

Virginia Roberts beschuldigt den mittlerweile verstorbenen Jeffrey Epstein, sie missbraucht zu haben. Und sie behauptet, auch mit dem britischen Prinzen Sex gehabt zu haben - da soll sie gerade mal 17 Jahre alt gewesen sein. 

Virginia Roberts spricht über Prinz Andrew: Erster Trailer veröffentlicht

Andrew selbst bestreitet das, meint, er habe Roberts nie gesehen und könne sich gut daran erinnern, an dem Tag im Jahr 2001 in einem Pizza-Restaurant im Örtchen Woking gewesen zu sein. Im Gespräch mit BBC-Journalistin Emily Maitlis redete sich der Royal um Kopf und Kragen. Roberts hingegen bleibt bei ihrer Version der Geschichte. Jeffrey Epstein habe sie seinen wohlhabenden Freunden zum Sex angeboten, sagt sie. Dreimal sei sie in diesem Zusammenhang auf Andrew getroffen, eines der Treffen habe in London stattgefunden.

Prinz Andrew und Virginia Roberts

Prinz Andrew und die damals 17-jährige Virginia Roberts. Im Hintergrund steht Ghislaine Maxwell. Andrew kann sch an diese Aufnahme angeblich nicht erinnern, bestreitet sogar die Echtheit.

Picture Alliance

Ein Foto, was von diesem Tag existiert, sei Andrew zufolge nicht echt. Roberts hingegen betonte mehrfach, das Bild sei überprüft worden. "Niemand kann beweisen, ob das Foto manipuliert wurde oder nicht, aber ich erinnere mich nicht an das Foto, das jemals aufgenommen wurde", sagte Andrew.

Es steht also Aussage gegen Aussage. In einem ersten Trailer zur BBC-Doku bringt die heute 36-jährige Roberts das auf den Punkt: "Er weiß, was passiert ist. Ich weiß, was passiert ist. Und nur einer von uns sagt die Wahrheit."

Quellen: BBC / "Daily Mail"

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ls