HOME

Einer sagt nicht die Wahrheit: Prinz Andrew und das FBI – will der Royal wirklich nicht kooperieren?

Prinz Andrew hätte viel zu erzählen über den Fall Jeffrey Epstein. Doch das FBI moniert, der Royal würde nicht kooperieren. Er behauptet das Gegenteil. 

Prinz Andrew

Prinz Andrew

Picture Alliance

Am vergangenen Montag erklärte der US-Anwalt Geoffrey Berman in New York, Prinz Andrew würde nicht - wie versprochen - bei den Epstein-Ermittlungen des FBI helfen. "Er bot öffentlich an, mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten", so Berman, doch nun leiste er "null Kooperation". Ein Schlag ins Gesicht vieler mutmaßlicher Epstein-Opfer. Deren Anwälte, darunter Lisa Bloom und Gloria Allred, forderten den Prinzen auf, endlich Hilfestellung zu leisten. 

FBI: Prinz Andrew ist unkooperativ

"Prinz Andrew selbst wird des sexuellen Fehlverhaltens beschuldigt und er hat auch viel Zeit mit Jeffrey Epstein verbracht. Es ist also an der Zeit, mit den Spielchen aufzuhören und sich zu melden, um das Richtige zu tun und Fragen zu beantworten", sagte Bloom BBC News Today.

Doch glaubt man dem Royal, lief alles ganz anders ab. Vertraute aus seinem Umfeld ließen kurz nach der Erklärung Bermans verlautbaren, Andrew sei bislang nicht kontaktiert worden.

Prinz Andrew widerspricht

Dass der 59-Jährige nicht helfen wolle, könnte nicht weiter "von der Wahrheit entfernt sein". Daraufhin erwiderte die Kanzlei des US-Anwaltes, man sei bereits "mehrere Male" mit dem Sohn der Queen in Kontakt getreten - ohne Erfolg.

Und auch Lisa Bloom legte nach. "Anstatt (...) Ausreden zu erfinden, um zu erklären, warum das Treffen mit dem FBI nicht stattgefunden hat, sollte er so schnell wie möglich, ohne Bedingungen, ohne Ausreden und ohne Verzögerungen ein Treffen arrangieren", sagte sie. "Verspätete Gerechtigkeit ist verweigerte Gerechtigkeit. Ich gehe davon aus, dass die Anträge schriftlich gestellt wurden. Lassen sie uns die Belege sehen", forderte sie die zwei Parteien auf. 

Wer in dem Fall die Wahrheit sagt, wird sich vermutlich in den kommenden Wochen rausstellen. Denn dann wird die Öffentlichkeit mitbekommen, ob Prinz Andrew nun kooperiert - oder eben weiterhin nicht. 

ls