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Royal-Experten warnen "Das Buch ist viel schlimmer, als die Leute denken" – Es könnte Prinz Harry den royalen Titel kosten

Prinz Harry
Royale Experten erwarten, dass das Buch von Prinz Harry inhaltlich schlimmer wird, als man aktuell denkt
© Kirsty Wigglesworth/AP/dpa
Das britische Königshaus zittert vor 416 Seiten namens "Spare". Die Memoiren von Prinz Harry könnten ihn je nach Härtegrad sogar seinen royalen Titel kosten, so behaupten es Königshaus-Experten. 

Er fühlt sich als Ersatzmann, als die Reserve des britischen Königshaus. Ein Leben im Schatten seines Thronfolger-Bruders Prinz William. Ein Schmerz, den Prinz Harry offenbar in knapp vier Jahrzehnten nicht zu ertragen vermochte, sodass er seine Gedanken und Gefühle in Form seiner Memoiren mit dem Titel "Spare", zu Deutsch "Reserve", veröffentlichen wird. 

416 Seiten sollen das Leben des abspenstigen Prinzen erzählen. Erst in den vergangenen Tagen wurde der Titel des heißersehnten Stücks und das Veröffentlichungsdatum, der 10. Januar, bekannt – und schon ist das Buch bei den Vorbestellungen ganz oben in den Buchcharts. Die Memoiren führen bereits die Amazon-Charts in Großbritannien und den USA an. Auch in Kanada hat das Buch bereits den zweiten Platz erreicht, obwohl die Veröffentlichung noch einige Monate entfernt ist.

Zu Werbezwecken gehen Royal-Experten dennoch davon aus, dass Prinz Harry eine Promotour durch verschiedene Länder machen wird. Zwanzig Millionen Pfund soll er für das Aufschreiben seiner Lebensgeschichte kassiert haben, da ist es gut denkbar, dass der Verlag ihm eben solche Aufgaben auferlegt hat, die bei Veröffentlichungen oftmals üblich sind. 

Prinz Harry riskiert nicht nur die königlichen Titel seiner Kinder

In den vergangenen Tagen berichteten britische Medien auch darüber, dass die geplanten Memoiren das Verhältnis Harrys zum britischen Königshaus an einen neuen "Tiefpunkt" gebracht haben. Der Royal-Experte Tom Bower sagte zu der britischen "Mail on Sunday" nun: "Dieses Buch ist wirklich alles oder nichts. Ich nehme an, dass König Charles gewarnt wurde, dass diese Art der Vergeltung nicht schön sein wird. Doch alles, was König Charles III. wirklich tun kann, ist, seinen Enkeln Archie und Lilibet die Titel Prinz und Prinzessin vorzuenthalten. Letztendlich, nehme ich an, könnte er Harry und Meghan auch die Titel Herzog und Herzogin von Sussex wegnehmen, aber das ist ziemlich drastisch. Ich weiß nicht, was er sonst noch tun kann. Wenn es so schlimm ist, wie ich denke, dann sind Harry und Meghan völlig abtrünnig geworden." Er fügte hinzu, dass das Beste, was die königliche Familie in diesem Szenario tun könne, darin bestünde, die Verbindung zu dem Paar komplett abzubrechen.

Dass das Buch inhaltlich sogar noch schlimmer werden könnte, als so manch einer vermutet, dafür spricht die Aussage einer Quelle gegenüber dem britischen News-Portal "The Sun": "Das Buch ist ein paar Mal zwischen Prinz Harry, dem Ghostwriter JR Moehringer und den Herausgebern hin und her gegangen. Es gab dieses zusätzliches Hin und Her, von dem die Leute nichts wissen. Das liegt daran, dass die Herausgeber mehr abgedeckte Bereiche und mehr Details zu einigen Dingen wissen wollten, die bereits enthalten waren. Es gibt echte Bedenken, dass das bedeutet, dass Harry das Buch aufpeppen und Enthüllungen hinzufügen musste, mit denen er sich vielleicht nicht einmal so wohlfühlt."

Auch der herausgebende Verlag unterstützt diese Aussage. Penguin Random House bestätigte, das Buch sei mit "roher, unerschütterlicher Ehrlichkeit" geschrieben und soll explosives neues Material enthalten, das sich mit Prinz Harrys Kindheit und seiner Kluft mit "der Firma", wie das britische Königshaus oft genannt wird, nach den Treffen mit Meghan befasst. Eine Quelle fügte hinzu: "Das Buch ist viel schlimmer, als die Leute denken."

Quellen:  "Daily Mail", "The Sun"

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