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Neues Royal-Buch Prinz Harry wollte einen Mediator zu Familiengesprächen mitbringen – Camilla fand es "lächerlich"

Für die Trauerfeierlichkeiten von Queen Elizabeth II. rissen sich Prinz William und sein Bruder Prinz Harry am Riemen und absolvierten gemeinsam Veranstaltungen.
Für die Trauerfeierlichkeiten von Queen Elizabeth II. rissen sich Prinz William und sein Bruder Prinz Harry am Riemen und absolvierten gemeinsam Veranstaltungen.
© Martin Meissner/AP/dpa
Im Königshaus soll seit längerem dicke Luft zwischen Prinz Harry und Meghan sowie dem Rest der Familie herrschen. Ein neues Royal-Buch enthüllt nun, dass Prinz Harry sogar schon einen Mediator zu einem klärenden Gespräch hinzuziehen wollte.

Seit geraumer Zeit gibt es im britischen Königshaus familiäre Streitigkeiten. Prinz Harry und Meghan traten vor über zwei Jahren als arbeitende Royals zurück, zogen nach Kalifornien und leben mehr das Promi-Leben mit Interviews, Podcast und geplanten Memoiren des Prinzen, als die königliche Zurückhaltung, die von Royals erwünscht ist. Immer wieder kommt es zu Reibereien und Vorwürfen, meist ausgehend von den Sussexes. Doch laut eines Buches der Königshof-Expertin Katie Nicholl namens "The New Royals: Queen Elizabeth’s Legacy and the Future of the Crown" habe auch Prinz Harry bereits Versuche unternommen, den Konflikt beizulegen. Er soll einen Streitschlichter für ein Gespräch vorgeschlagen haben.

Laut dem Magazin "Vanity Fair" ist in dem Buch die Rede von einem Treffen in diesem Frühjahr. Zu dieser Zeit soll es um einen familiären Streit um die Sicherheitsmaßnahmen rund um Prinz Harrys Familie gegangen sein. Die Folge seines freiwilligen Ausstiegs aus der königlichen Familie war, dass ihm der von der Regierung finanzierte Polizeischutz gestrichen wurde. Gegen diese Entscheidung ging er sogar gerichtlich vor. Die Konsequenz war dann, dass die Sussexes nicht an einer Gedenkveranstaltung Ende März zu Ehren Prinz Harrys 2021 verstorbenen Opas, Prinz Philip, teilnahmen. 

Nur wenige Wochen später, Mitte April, hielten sich Prinz Harry und Herzogin Meghan jedoch zu der Veranstaltung "Invictus Games" in Europa auf und wurden zur Audienz in den Palast gebeten, so Nicholl. Bevor sie die Queen trafen, soll damals noch Prinz Charles das Paar zu einem klärendes Gespräch eingeladen haben. 

Prinz Charles bat seinen Sohn Prinz Harry zum Gespräch

Einer im Buch zitierten Quelle zufolge wollte er sicherstellen, dass Prinz Harry die Queen nicht so beeinflussen werde, wie Prinz Andrew es getan hatte, und sie dazu bringen würde, irgendetwas ohne Charles' Zustimmung zu entscheiden. Das Treffen mit Charles und Camilla soll jedoch unangenehmer gewesen sein, als ein herzlicher Tee mit der Königin. Die Sussexes verspäteten sich, und Charles hatte nur 15 Minuten mit seinem Sohn und seiner Schwiegertochter, bevor er zum Royal Maundy Service in Windsor Castle aufbrechen musste, wo er zum ersten Mal die Königin vertrat. Während Vater und Sohn sich herzlich begrüßt haben sollen, soll es danach jedoch zu Spannungsmomenten gekommen sein.

"Harry ging mit besten Absichten in das Treffen und sagte, er wolle die dicke Luft bereinigen", so ein Freund der Familie in Nicholls Buch. "Er schlug tatsächlich vor, dass sie einen Mediator einsetzen sollten, um die Dinge zu klären, was Charles etwas verwirrte und Camilla fast ihren Tee verschütten ließ. Camilla sagte Harry, dass es lächerlich sei und dass sie eine Familie seien und es untereinander regeln würden." Berichten zufolge fuhren William und Kate mit den Kindern Ski, und William wollte seine Urlaubspläne für die kurze Stippvisite der Sussexes auch nicht ändern.

König Charles III. bemüht sich um ein besseres Verhältnis

Mittlerweile ist Charles König und bemühte sich in der aktuellen Trauerzeit um Queen Elizabeth II. sichtlich darum, Prinz Harry und seine Frau Herzogin Meghan respektvoll in die Geschehnisse zu integrieren. Er gab ihnen eine präsente Rolle und gute Sitzplätze bei all den Trauerveranstaltungen, auch wenn die beiden royale Aussteiger sind und eigentlich nichts mehr mit dem Königshaus zu tun haben wollen. Ebenso erwähnte der neue König die Familie seines jüngsten Sohnes in seiner ersten TV-Ansprache mit den Worten: "Ich möchte auch meine Liebe zu Harry und Meghan zum Ausdruck bringen, während sie ihr Leben im Ausland weiter aufbauen". 

Quellen:  Daily Mail, Vanity Fair


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