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TV-Doku recherchiert Prinzessin Diana: Berichte von weiterem Unfallteilnehmer in der Todesnacht und Perlen im Tunnel

Prinzessin Diana
Prinzessin Diana wurde nur 36 Jahre alt und starb 1997 an den Folgen eines Autounfalls
© John Giles/PA/epa / DPA
Prinzessin Dianas Tod gibt bis heute Rätsel auf. Auch wenn es sich laut der Ermittlungen um einen Unfall handelte, so gibt es 25 Jahre später immer noch Spekulationen über einen weiteres Auto, das beteiligt gewesen sein soll.

Es soll eine Mischung aus einer royalen Dokumentation und einer True Crime Story sein, die die neue Serie "Investigating Diana: Death in Paris" des britischen TV-Senders Channel 4 ausmacht. Fast 25 Jahre ist es her, als in der Nacht vom 31. August 1997 der Fahrer der Limousine von Prinzessin Diana in einem Tunnel in Paris die Kontrolle über das Auto verlor. 

Im Mittelpunkt der Serie steht die Frage: War der Tod von Prinzessin Diana wirklich ein Unfall oder doch eher Mord? Hierzu werden zwei verschiedene Ermittlerteams der französischen Metropolitan Police sowie der Spezialeinheit Brigade Criminelle befragt. In der Serie soll gezeigt werden, wie Detektive jeder Spur nachjagten, während sie zwischen unzuverlässigen Zeugen und fehlbaren Erinnerungen manövrierten. Es wird auch die unersättliche Nachfrage der Öffentlichkeit nach Antworten untersucht, die ein beispielloses Presseinteresse hervorriefen und die Spekulationen über die "wahre Ursache" von Dianas Tod.

In der beschriebenen Nacht saßen vier Menschen im Auto: Prinzessin Diana, ihr Lebensgefährte Dodi Al-Fayed, der Fahrer des Wagens Henri Paul sowie Dianas Bodyguard Trevor Rees-Jones. Letzterer überlebte zwar den Unfall, kann sich aber laut eigener Aussage nicht mehr an die entscheidenden Stunden erinnern.

Ermittlerin sammelte Prinzessin Dianas Perlen im Tunnel

Eine besonders interessante Aussage in der TV-Doku traf Martine Monteil, die Chefin der französischen Spezialeinheit Brigade Criminelle. Sie war eine der ersten, die am Unfallort in dem dunklen Tunnel ankamen. "Mir war sofort klar, dass die ganze Welt uns beobachten wird. Ganz schnell fanden wir die ersten Hinweise im Tunnel. Bremsspuren, Lackspuren und wir fanden Dianas Perlen von ihrem Schmuck verstreut." Monteil beschreibt, dass sie in der Situation ganz konzentriert versuchte, wirklich alle Beweise akribisch sicherzustellen, auch die vielen Perlen.

Die damaligen Ermittlungen kamen zu einem Endergebnis: Es war ein Unfall, es soll keine Hinweise auf einen geplanten Mord gegeben haben. Doch bis heute gibt es Zweifel an diesem Ermittlungsergebnis, die auch in der neuen Dokumentation angesprochen werden und das von niemand Geringerem als Eric Gigou, ebenfalls Ermittler der Brigade Criminelle. So erzählt Gigou: "Mein Vorgesetzter rief mich mitten in der Nacht an und weckte mich auf. Die Brigade Criminelle untersucht nie einfache Unfälle!". Zwar wurde in den Untersuchungen damals dem Fahrer Henri Paul die Schuld gegeben für den Unfall, der laut Autopsie 1,8 Promille Alkohol im Blut sowie hohe Dosen der Antidepressiva Fluoxetin und Tiaprid hatte, doch es bleiben Restzweifel, von einem weiteren Auto ist ebenfalls die Rede. 

Drei Wochen nach dem Unfall, im September 1997, tauchten Berichte auf, dass noch ein weiteres Fahrzeug zum Unfallzeitpunkt im Tunnel gesehen worden sein soll. Von einem weißen Fiat ist die Rede. Sogar eine Augenzeugin, namens Sabine Dauzome, fand sich damals: "Ich sah, wie ein weißer Fiat Uno aus dem Tunnel raste. Der Fahrer starrte wie besessen in seinen Rückspiegel. Und ich konnte erkennen, dass das Rücklicht des Fiats beschädigt war. Der Mann am Steuer hatte kurzes, schwarzes Haar."

Auch die damalige Ermittlerin Martine Monteil bestätigte diese Aussage: "Es wurden rote Lichter eines anderen Autos gesehen. An der Seite des Autos befanden sich Farbspuren." Das Auto sowie der Fahrer des Fiats konnten jedoch nicht ausfindig gemacht werden, so blieb es in den Akten bei dem Tathergang: Unfall.

Quellen: Channel 4, Telegraph, Bild, The Guardian

ckl

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