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Prinzessin Diana: Erste britische Untersuchung zum Unfalltod Dianas

In London beginnt die erste britische Untersuchung zum Unfalltod von Prinzessin Diana vor sechseinhalb Jahren. Es gibt immer wieder Spekulationen um eine angebliche Schwangerschaft der Prinzessin und um einen Mordkomplott.

In London beginnt heute die erste britische Untersuchung zum Unfalltod von Prinzessin Diana vor sechseinhalb Jahren. Dabei geht es allerdings nur um eine Routineuntersuchung, wie sie immer ausgeführt wird, wenn ein Brite im Ausland durch einen Verkehrsunfall ums Leben kommt. Es habe so lange gedauert, weil er zunächst die Ermittlungen in Frankreich abwarten musste, erklärte der zuständige richterliche Beamte.

Diana war 1997 zusammen mit ihrem Freund Dodi bei einem Autounfall in Paris ums Leben gekommen. Nach Erkenntnissen der französischen Behörden war der betrunkene Chauffeur, der ebenfalls umkam, dafür verantwortlich. Doch Dodis Vater, Mohammed Fayed, glaubt, dass der Unfall vom britischen Geheimdienst arrangiert wurde. Fayed bemüht sich zurzeit um eine gerichtliche Untersuchung, die wesentlich umfassender wäre.

War Sie schwanger?

Im Dezember hatte die englische Zeitung "The Independent on Sunday" berichtet, Diana sei zum Zeitpunkt ihres Todes schwanger gewesen. Die Zeitung berieft sich auf eine "ranghohe Polizeiquelle" in Frankreich. Der Beamte habe dem Pariser Korrespondenten des Blattes erklärt: "Ich kann Ihnen sagen, dass sie schwanger war." Für die jetzt beginnende Untersuchung der britischen Justiz sollen auch umfangreiche Unterlagen aus den Ermittlungen der französischen Behörden zur Verfügung stehen.

Freunde Dianas und ihr Ex-Butler Paul Burrell haben stets bestritten, dass die Prinzessin zum dritten Mal schwanger gewesen sei. Dodis Vater, der "Harrods"-Besitzer Mohammed Fayed, hat dies dagegen immer wieder behauptet. Nach seiner Version wurde der Unfall vom britischen Geheimdienst arrangiert, weil das Königshaus befürchtet habe, Diana könnte seinen Sohn heiraten.

"Dinge wurden vertuscht"

Spekulationen um einen angeblichen Mord an der "Princess of Wales" und ihrem Geliebten Dodi Al-Fayed sind aber eher unwahrscheinlich. Laut "Independent" hätte der Beamte eine "Mordtheorie" strikt zurückgewiesen. Zwischen der Schwangerschaft Dianas und dem Unfall am 31. August 1997 in einem Pariser Straßentunnel bestehe kein Zusammenhang. Gleichwohl seien in den Tagen nach dem Unfall "Dinge vertuscht" worden. So seien die medizinischen Unterlagen, aus denen die Schwangerschaft hervorgehe, nie veröffentlicht worden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf ihren Informanten. Möglicherweise seien sie aber in den 6.000 Seiten von Unterlagen enthalten, die Burgess von den französischen Behörden zugestellt wurden.

Diana war am frühen Morgen des 31. August 1997 in einem Mercedes mit Fayed, dem Chauffeur Henri Paul und dem Leibwächter Trevor Rees-Jones in einem Tunnel gegen einen Pfeiler geprallt. Nur der Bodyguard überlebte den Unfall. Nach Erkenntnissen der französischen Justiz war der betrunkene Chauffeur, der außerdem noch unter dem Einfluss von Medikamenten stand, für das Unglück verantwortlich.

DPA