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Unfalltod von Lady Di: Britische Polizei äußert Zweifel

Die britische Polizei bezweifelt nach einem Zeitungsbericht, dass die französischen Untersuchungen zum Tod von Prinzessin Diana sorgfältig genug waren.

Die britische Polizei bezweifelt nach einem Zeitungsbericht, dass die französischen Untersuchungen zum Tod von Prinzessin Diana sorgfältig genug waren. Wie die "Times" heute berichtete, geht es dabei um die Authentizität der Blutprobe von Chauffeur Henri Paul, der im August 1997 mit der Prinzessin und ihrem Freund Dodi Fayed in Paris in den Tod gerast war. Nach der französischen Untersuchung war Paul zum Zeitpunkt des Unfalls betrunken und stand unter Drogen. Nach dem Zeitungsbericht wird es aber von britischer Seite für möglich gehalten, dass bei der forensischen Untersuchung versehentlich eine falsche Blutprobe ausgewertet wurde.

Nach den Informationen der "Times" soll es versäumt worden sein, DNA-Tests vorzunehmen, die beweisen, dass es sich bei dem Blut um das des Chauffeurs handelt. Das untersuchte Blut soll einen so hohen Kohlenmonoxid-Wert enthalten haben, dass der Chauffeur damit kaum hätte gehen, geschweige denn einen Wagen steuern können, hieß es. Scotland Yard lehnte einen Kommentar zu dem Bericht ab. Jean-Claude Mules, ein französischer Polizeiinspektor, der maßgeblich an der Untersuchung zur Todesursache von Diana beteiligt war, sagte der Zeitung: "Es gab keinen Irrtum bei dem Blut."

Kein simpler Verkehrsunfall?

Erst am vergangenen Dienstag, sechseinhalb Jahre nach dem Unfalltod von Prinzessin Diana, war in Großbritannien die erste offizielle Untersuchung der Todesumstände eröffnet worden. Dabei sollen nach Angaben des zuständigen richterlichen Beamten, Michael Burgess, auch Spekulationen geprüft werden, wonach der Tod Dianas und ihres Begleiters Dodi Fayed nicht nur auf einen 2simplen Verkehrsunfall" zurückzuführen ist. Dodis Vater Mohammed Fayed hat mehrfach den britischen Geheimdienst beschuldigt, für den Tod der beiden verantwortlich zu sein.

Die Ankündigung der umfassenden Untersuchung hatte nach Medienberichten Dianas Exmann Prinz Charles schockiert, ebenso wie eine zuvor veröffentlichter Brief von Diana, in dem sie geschrieben hatte: "Mein Ehemann plant einen 'Unfall' mit meinem Fahrzeug, ... so dass der Weg für seine Wiederheirat frei wird." Dianas Ex-Butler Paul Burrell hatte dem Boulevardblatt "Daily Mirror" diesen Brief zugespielt. Die Behauptung, Charles könne Dianas Tod geplant haben, war jedoch in der britischen Presse als absurd bewertet worden.