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Prinzessin Diana: Vom amerikanischen Geheimdienst belauscht

Prinzessin Dianas Tod vor neun Jahren regt immer noch zu Verschwörungstheorien an, dabei birgt auch ihr Leben noch viele Geheimnisse. So wurde nun bekannt, dass der amerikanische Nachrichtendienst NSA sie jahrelang belauschte.

Der ehemalige Chef der britischen Kriminalpolizei Scotland Yard, Lord Stevens, hat herausgefunden, dass die amerikanische National Security Agency (NSA) Prinzessin Diana jahrelang belauschte. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung liegen der NSA insgesamt 1056 Mitschnitte aus teils sehr privaten Gesprächen vor. 39 Seiten tragen den Stempel "Top Secret". Selbst an ihrem Todestag wurde ein Gespräch Dianas mit ihrem Liebhaber Dodi al Fayed abgehört. Auch aus dem Fahrzeug, in dem die Prinzessin, al Fayed und der Fahrer verunglückten, soll es Mitschnitte geben. Der Vater Dodis, Mohamed al Fayed, kämpft bereits seit Jahren um die Freigabe der geheimen Dokumente.

Todesfahrt im Vollrausch

Unterdessen haben neue DNA-Tests nach BBC-Informationen bestätigt, dass der Chauffeur von Prinzessin Diana bei der Todesfahrt vor neun Jahren betrunken war. Die nach dem Unglück in Paris untersuchten Blutproben waren demnach tatsächlich die von Fahrer Henri Paul, wie die BBC berichtete. Paul stand unter erheblichem Alkoholeinfluss, was bereits französische Ermittler festgestellt hatten. Anhänger von Verschwörungstheorien haben in den vergangenen Jahren die Vermutung vertreten, dass die Blutproben vertauscht worden seien und dass gar nicht das Blut von Paul untersucht worden sei. Paul kam bei dem Unfall am 31. August 1997 in einem Pariser Tunnel ebenso ums Leben wie Diana und deren Freund Dodi Fayed. Die britische Polizei äußerte sich zunächst nicht zu dem BBC-Bericht.

In Kürze soll in London ein offizieller Untersuchungsbericht zu dem Unglück veröffentlicht werden. Es wird erwartet, dass Dianas Tod darin als Unfall bezeichnet wird. Die Zeitung "The Observer" meldete, auch der Bericht werde zu dem Ergebnis kommen, dass Paul betrunken war. Zu diesem Schluss kamen auch die französischen Behörden, die den Fall inzwischen zu den Akten gelegt haben. Nach ihrem Ermittlungsergebnis trägt Paul die Schuld an dem Unfall. Die Verschwörungstheorien werden aber auch nach den neuen Untersuchungen kaum verstummen.

AP/mb / AP