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Skoliose-Erkrankung: Titanstäbe und Schrauben im Rücken: Prinzessin Eugenie schildert ihre Leidensgeschichte

Ungewohnt privater Einblick aus dem britischen Königshaus: Prinzessin Eugenie leidet an Skoliose und musste als Jugendliche operiert werden. Erstmals zeigte die 28-Jährige Röntgenbilder ihrer Wirbelsäule.

Prinzessin Eugenie zeigte auf Instagram Röntgenbilder ihrer Wirbelsäule

Prinzessin Eugenie zeigte auf Instagram Röntgenbilder ihrer Wirbelsäule

Für Prinzessin Eugenie läuft es gerade ziemlich gut. Zu Beginn dieses Jahres verlobte sich die 28-Jährige mit ihrem langjährigen Freund Jack Brooksbank. Die Trauung des Paares soll im Herbst auf Schloss Windsor stattfinden, dort wo Prinz Harry und Meghan Markle sich im Mai das Jawort gaben. Die Tochter von Prinz Andrew und seiner geschiedenen Frau Sarah Ferguson dürfte also mitten in den Hochzeitsvorbereitungen stecken und auch mit der Auswahl ihres Brautkleides beschäftigt sein. 

Wenige Monate vor der Hochzeit gewährt Eugenie nun einen sehr privaten Einblick und schildert ihre Krankengeschichte, die so detailliert bisher nicht bekannt war. Die Prinzessin leidet an Skoliose, einer Verkrümmung der Wirbelsäule, die bei ihr im Alter von zwölf Jahren diagnostiziert wurde.

Eine Skoliose trifft etwa zwei von 100 Menschen. Bei ihnen wächst die Wirbelsäule im Kindesalter nicht gerade wie üblich, sondern sie krümmt sich zur Seite. Je nachdem wie stark die Krümmung ausgeprägt ist, leiden die Betroffenen. Typische Symptome sind Rückenschmerzen, Kurzatmigkeit und Bewegungseinschränkungen. Physiotherapie oder das Tragen eines Korsetts gehören zu den Behandlungsmethoden, im schlimmsten Fall droht eine Operation, um die schiefe Wirbelsäule zu richten.

Prinzessin Eugenie wurde als Zwölfjährige operiert

Im Falle von Prinzessin Eugenie rieten die Ärzte 2002 tatsächlich zum chirurgischen Eingriff. "Das war natürlich eine beängstigende Aussicht für eine Zwölfjährige. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie nervös ich mich in den Tagen und Wochen vor der Operation fühlte", sagte die Britin jetzt in einem Interview.

In einer achtstündigen OP wurden ihr 20 Zentimeter lange Titanstäbe und acht Schrauben auf beiden Seiten der Wirbelsäule eingesetzt. Deutlich zu sehen sind die Eingriffe auf Röntgenaufnahmen, die Prinzessin Eugenie auf ihrem Instagram-Account publizierte. "Ich bin sehr stolz, meine Röntgenbilder zum ersten Mal überhaupt zu zeigen", schreibt die 28-Jährige.

Nach ihrer Operation musste sie drei Tage auf der Intensivstation verbringen und saß eine Woche im Rollstuhl. "Aber danach konnte ich wieder laufen", schildert die Prinzessin ihren Heilungsprozess.

Prinzessin Eugenie will Spendengelder sammeln

Dass sie ausgerechnet jetzt über ihre Krankheit spricht und sogar Röntgenaufnahmen veröffentlicht, hat natürlich einen Grund. Eugenie will anderen Betroffenen Mut machen, aber auch Spendengelder sammeln. Seit 2012 fungiert sie als Botschafterin für das Krankenhaus, in dem sie als Jugendliche operiert wurde. Die Klinik soll aufwendig renoviert und erweitert werden. Mit ihrer persönlichen Krankheitsgeschichte hofft Eugenie nun zahlreiche Geldgeber zu bewegen, um die benötigten 17 Millionen Euro zusammenzubekommen. Einen Namen hat die neue Einrichtung jedenfalls schon: Princess Eugenie House.

jum