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Regisseurin von "The Bling Ring": Sofia Coppola kritisiert talentfreie Berühmtheiten

In ihrem Film "The Bling Ring" erzählt Sofia Coppola von Jugendlichen, die Häuser ausrauben, um ihren Idolen nah zu sein. In einem Interview rechnet sie mit aufgeblähtem Starrummel ab.

Die US-amerikanische Regisseurin ("Lost in Translation", "Marie Antoinette") Sofia Coppola, 42, hält nichts vom Rummel um manche sogenannte Stars. "Als ich jung war, hat man Leute für das, was sie erreicht haben, gefeiert, für ein Talent. Heute sind Leute dafür berühmt, berühmt zu sein", sagte sie dem Berliner "Tagesspiegel".

"Die Jugendlichen heute sind diesen Celebrities die ganze Zeit ausgesetzt", sagte Coppola. "Magazine voller Klatsch, auf Facebook und Twitter geben die Stars selbst alles über sich preis. Die Medien schaffen diese Figuren mitsamt dem Hype." Sie selbst habe in ihrer Jugend kein Idol gehabt: "Ich war von niemandem besessen, ich habe niemanden angebetet."

In ihrem neuen Film "The Bling Ring" zeigt Coppola die Geschichte einer Gruppe Jugendlicher, die aus Langeweile in die Häuser berühmter Bewohner von Hollywood einsteigt. Dabei durfte sie auch an Originalschauplätzen, wie dem Haus von Millionenerbin Paris Hilton drehen. Deren Schuhschrank habe die Größe eines Geschäfts und selbst Hiltons Sofakissen seien mit ihrem Konterfei bedruckt. Entblößend sei ihre Art zu Filmen allerdings nicht, sagte Coppola, und Hilton hätte gefallen, wie ihr Haus porträtiert wurde. Mit Luxus habe die Regisseurin allerdings kein Problem.

Hauptdarstellerin Emma Watson, 23, (bekannt als Hermine aus der "Harry Potter"-Reihe) wurde für ihre Darstellung einer verzogenen, egomanischen Idiotin mit überaus positiven Kritiken bedacht.

ono/DPA / DPA