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Ryanair-Werbung: Sarkozy erwägt Klage gegen Billigflieger

Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy ist sauer auf Ryanair. Der Grund: Die Billigairline warb am Montag mit einem Foto von ihm mit seiner Freundin Carla Bruni und legte ihr sogar Sätze in den Mund.

Der Élysée erwägt wegen einer Werbeanzeige mit der Präsidentenfreundin Carla Bruni eine Klage gegen den irischen Billigflug-Anbieter Ryanair. Eine Anzeige, die im "Le Parisien" erschien, zeigt das lächelnde Paar, mit einer Sprechblase über Bruni: "Mit Ryanair kann meine ganze Familie zu meiner Hochzeit kommen." Sarkozy verlange den sofortigen Stopp der Anzeige, sagte dessen Sprecher Franck Louvrier. Es handele sich um eine "unangemessene Verwendung des Bildes des Präsidenten". Louvrier ließ offen, ob der Staatschef auch eine Entschädigung fordere.

"Wir behalten uns rechtliche Schritte vor", sagte Präsidialsprecher David Martinon der Nachrichten-Website 20minutes. Eine Expertin im Presserecht hielt es für unwahrscheinlich, dass er mit einer Klage Erfolg haben könnte. "Diese Fakten aus dem Privatleben sind doch längst allen bekannt", sagte sie. Dennoch entschuldiget sich Ryanair "für jeden Ärger, den wir verursacht haben könnten". Die Anzeige sei jedoch ein lustiger Kommentar zu einer Angelegenheit von großem öffentlichen Interesse in Frankreich.

Die Romanze von Sarkozy und Bruni hat für zahlreiche Schlagzeilen weit über die Landesgrenzen hinaus gesorgt, seit beide ihre Beziehung durch einen Besuch im Disney Land bei Paris im Dezember publik machten. Sarkozy sprach von Heiratsplänen, das Datum ist noch offen. Sarkozy hatte während seiner Indienreise anklingen lassen, dass er im März "in Begleitung" nach Großbritannien reisen werde. Auch zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking im August werde er vermutlich "nicht allein" fahren. Die italienische Autofirma Lancia startete kürzlich eine Werbekampagne mit Carla Bruni, für die sich das Ex-Model vor ihrer Liaison mit Sarkozy hatte fotografieren lassen.

AP/DPA / AP / DPA