Fried – Die Politik-Kolumne Scholz und Macron: Mehr brauchbare Ergebnisse, weniger gespielter Harmonie

Montage: Macron und Scholz reichen sich die Hand
Olaf Scholz und Emmanuel Macron müssen noch miteinander warm werden. Darunter leidet Deutsch-Französischen Freundschaft, meint stern Kolumnist Nico Fried
© Stern Montage: Foto: Ludovic Maren / Getty Images
Scholz und Macron fremdeln – doch die deutsch-französischen Beziehungen leiden am meisten, wenn man zu viel von ihnen erwartet, meint stern-Kolumnist Nico Fried.

Als Gerhard Schröder im Jahr 2000 Jacques Chirac in privatem Rahmen in Hannover empfing, kriegte sich der französische Präsident kaum noch ein vor Begeisterung. Das Eisbein, das man ihm serviert habe, sei das beste gewesen, "das ich jemals gegessen habe", schwärmte Chirac. Und er aß gern Eisbein.

Acht Jahre später lud Nicolas Sarkozy Angela Merkel zu einem privaten Mittagessen im Appartement seiner Frau Carla Bruni in Paris ein. Madame kochte selbst, der Präsident servierte: gebratene Entenleber. Es schmeckte Merkel, woraufhin Sarkozy wie immer von sich selbst begeistert war: Er habe das Menü ausgewählt, weil er gewusst habe, dass es der Kanzlerin schmecken würde.

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