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Ernste Texte: Sarah Connor plötzlich politisch: Was hinter ihrem Imagewandel steckt

Früher sang sie Songs wie "Let's Get Back to Bed, Boy" und "From Sarah with Love". Heute ist Sarah Connor ernster geworden – das hat einen Grund. 

Sarah Connor

Sarah Connor bei einem Auftritt in der Mercedes Benz Arena

Picture Alliance

Noch vor der Landtagswahl in Thüringen, aus der AfD-Spitzenkandidat Björn Höcke als einer der Gewinner hervorgehen sollte, konnte sich Sarah Connor auf der Bühne einen Seitenhieb gegen die Partei nicht verkneifen. "AfD-Idioten, mein Herz kriegt ihr nicht", sang die Musikerin laut dem "Tagesspiegel" und reckte dazu beide Mittelfinger in die Höhe. 

Sarah Connor: Das steckt hinter ihrem Image-Wandel

Während Connor zu Anfang ihrer Karriere vor allem über die Liebe sang und große Balladen schmetterte, verfolgt sie seit einiger Zeit ein anderes Ziel mit ihrer Musik. Die Delmenhorsterin will aufrütteln, sich politisch positionieren. Warum sie sich verändert hat und ihre Karriere neu für sich definieren wollte, erklärt sie RTL. "Wenn man nur die Anerkennung sucht und man möchte gerne auf der Bühne stehen, man möchte die Leute, die einem zurufen, man möchte das Blitzlichtgewitter – wenn das alles ist, was du willst, dann glaube ich, ist dein Schicksal vorbestimmt. Dann bist du prädestiniert dafür, daran zu zerbrechen", sagt sie im Gespräch mit dem Sender.

Heute will sie mit ernsteren Texten mehr Tiefe in ihre Musik bringen. Und das liegt - auch - an ihren Kindern. "Irgendwann war da das große Bedürfnis, was Anständiges zu machen. Was mit Seele, mit Kopf, mit Verstand und mit Inhalt", erklärt sie. "Ich habe das Gefühl, ich kann meinen Kindern nicht immer sagen, die sollen in die Schule gehen, Abitur machen und studieren und wenn die fragen: 'Und was machst du?', dann sage ich: 'Ich singe und sehe schön aus dabei.'"

Single "Vincent" sorgte für Empörung

Erst kürzlich hatte Sarah Connor mit ihrer Single "Vincent" für Aufsehen gesorgt. Die Zeile "Vincent kriegt keinen hoch, wenn er an Mädchen denkt" sorgte dafür, dass das Lied von manchen Radiosendern nicht gespielt wurde. Ihr sei trotzdem wichtig gewesen, mit dem Lied ein Zeichen gegen Homophobie zu setzen. "Ich bin mir der Fallhöhe bewusst. Ich weiß, dass die erste Zeile erst mal verblüfft, überrascht und vielleicht sogar empört. All das ist gut und wichtig für die Auseinandersetzung mit dem Thema", sagte sie damals der "Bild"-Zeitung.

Quellen: "RTL.de" / "Bild"-Zeitung

ls