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Haftantritt "Es zerfrisst mich innerlich": Schwesta Ewa muss ohne ihre Tochter ins Gefängnis

Schwesta Ewa
Schwesta Ewa und ihre Tochter. Die kleine Jeyla Aaliyah wird die kommenden Jahre ohne ihre Mutter auskommen müssen
© Screenshot Instagram/schwestaewa
Zweieinhalb Jahre wird Schwesta Ewa hinter Gittern verbringen müssen - ohne ihre einjährige Tochter. Darüber hat sich die Skandal-Rapperin jetzt auf Instagram aufgeregt.

Für Eltern gibt es wohl nichts Schlimmeres, als getrennt zu werden vom eigenen Kind. Diesen Schmerz muss jetzt auch Skandal-Rapperin Schwesta Ewa spüren - denn in den kommenden Tagen wird die 35-Jährige ihre Haftstrafe antreten. Zweieinhalb Jahre hat die gebürtige Ewa Malanda bekommen. Das Urteil: 35-fache Körperverletzung und Steuerhinterziehung. Doch von einem Mutter-Kind-Gefängnis wurde die Rapperin abgelehnt.

Ein Sprecher des Justizministeriums in Düsseldorf erklärte der "Frankfurter Allgemeine", warum die Einrichtung die Rapperin abgelehnt habe: "Nach unserer Einschätzung ist sie von der Persönlichkeitsstruktur her höchst manipulierbar und gewaltbereit und daher noch nicht für den offenen Vollzug geeignet. Wir empfehlen daher, dass sie sich zunächst im geschlossenen Vollzug bewähren soll."

Und so wird Ewas einjährige Tochter Jeyla Aaliyah die prägenden ersten Jahre ihres Lebens ohne ihre Mutter auskommen müssen. 

Schwesta Ewa muss ohne ihre Tochter ins Gefängnis

Eine Vorstellung, die Schwesta Ewa schwer mitnimmt. "Tagsüber lache ich in Storys, abends heule ich alleine im Bett und weiß nicht weiter", schreibt sie zu einem Bild von sich und ihrer Tochter auf Instagram. "Auch wenn der ein oder andere mich hier nur als asoziale Hure wahrnimmt, wissen die Leute, die mir hier folgen, dass ich eine super Mami bin und alles stehen und liegen gelassen habe, nur um mich auf sie konzentrieren zu können", beschwert sie sich.

Besonders schlimm ist für sie, dass Jeyla Aaliyah womöglich die Erinnerungen an ihre Mutter vergessen wird. "Aaliyah wird die Bindung zu mir verlieren, es zerfrisst mich innerlich es tötet mich einfach. Diesen Schmerz kann ich kaum ertragen, aber ich muss", schreibt die 35-Jährige. Und sie vermutet, dass an ihrem Fall nun ein Exempel statuiert würde, nur weil sie in der Öffentlichkeit steht. 

Erst Prostituierte, dann Zuhälterin

In ihrer Autobiografie "Enthüllungen - Das Leben fickt am härtesten" beschreibt die Polin, wie sie auf die schiefe Bahn geriet. Ihre Mutter habe sie früh zum Klauen gezwungen, später sei die Musikerin als Prostituierte anschaffen gegangen. Nachdem sie mit der Musik die ersten Erfolge erzielte, hörte sie mit der Prostitution auf und wurde Zuhälterin. "Ich hatte eine Handvoll Mädchen, die ich alle auf den unterschiedlichsten Webseiten anbot", schreibt sie in dem Buch. 

Eines der Mädchen sagte später gegen Ewa aus, erzählte, sie sei von ihr zur Prostitution gezwungen worden. "Und so hatte die Polizei längst damit angefangen, den Laden und mich zu observieren. Und dann haben die rausgefunden, wie mein Leben funktioniert. Dass ich viele verschiedene Frauen habe. Sie kommen und gehen und sie arbeiten für mich. Man hat angefangen, mein Telefon abzuhören. Hörte, dass ich auch mal aggressiv wurde. Dass ich die Mädels anschreie. Oder ihnen auch tatsächlich mal eine Ohrfeige gab", offenbart sie. Das Urteil im Juni 2017 lautete zweieinhalb Jahre Gefängnis wegen Steuerhinterziehung und Körperverletzung. Ihre Straftaten versucht Ewa im Buch zu verharmlosen. Sie habe den Mädchen geholfen, meint sie. 

Quelle: Instagram "schwestaewa" / "FAZ"

ls

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