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Scientology-Doku: Tom Cruise soll TV-Sender unter Druck gesetzt haben

Die Schauspielerin Leah Remini hat Scientology verlassen - und packt nun aus: Offenbar soll Tom Cruise sie gedrängt haben, ihren Einfluss auf TV-Sender zugunsten der Sekte auszunutzen.

Tom Cruise

Tom Cruise macht seine Stunts oft selbst.

Ihre TV-Sendung ist noch nicht angelaufen, aber sie sorgt jetzt schon für Aufregung: Leah Remini hat nach ihrem Ausstieg bei Scientology eine mehrteilige Doku über die Sekte produziert. Darin kommen andere Aussteiger zu Wort, die wie die Schauspielerin von Gehirnwäschen und illegalen Machenschaften von Scientology berichten. Momentan rührt Remini, bekannt aus der Serie "King of Queens", in den USA kräftig die Werbetrommel für das TV-Projekt. Und plaudert dabei auch über prominente Mitglieder.

Vor allem Hollywoodstar Tom Cruise steht mit seinem Namen wie kein anderer für die Sekte. Obwohl er sich in der Öffentlichkeit stets nur zurückhaltend zu seinem Glauben äußert, soll er hinter den Kulissen die Fäden ziehen. Remini berichtet von einem Anruf, den sie von ihm bekam, als sie selbst noch Mitglied von Scientology war. "Ich wurde unter Druck gesetzt und sollte den CBS-Chef Les Moonves anrufen, damit eine Story in '60 Minutes' nicht gesendet wird. Tom und die Kirche riefen mich an, damit ich meinen Einfluss nutze, um den Beitrag zu verhindern", erzählte Remini dem "Hollywood Reporter".

Jetzt ruft Tom Cruise nicht mehr bei Leah Remini an

Moonves behielt den Scientology-Bericht damals drin, obwohl er von mehreren Leuten Druck bekam. "Es ist mir scheißegal, ob du, Tom Cruise oder Jenna Elfmann (US-Schauspielerin und Scientology-Mitglied, Anmerkung d. Red.) anruft, ihr bekommt alle die gleiche Antwort", soll er laut Remini gesagt haben.

Scientology hat auch versucht, mit Drohbriefen die Ausstrahlung von "Leah Remini: Scientology und seine Folgen" zu verhindern, die ab dem 29. November auf dem US-Sender "A&E" zu sehen sein wird. Von Tom Cruise oder den anderen prominenten Sektenmitgliedern - darunter John Travolta oder Kirstie Alley - wird Leah Remini jedoch nichts hören. "Sie dürfen gar nicht mit mir reden. Das sind die Regeln der Kirche", sagte die 46-Jährige. Seit ihrem Ausstieg im Jahr 2013 gilt sie in der Sekte als verstoßen.

sst
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